Brenner wird zur Schnellstrecke – Highspeed-Züge starten Tests
Neue Hochgeschwindigkeitsverbindungen über den Brenner sollen künftig die Metropolen München und Mailand direkt miteinander verbinden. Für Reisende bedeutet das perspektivisch kürzere Fahrzeiten, mehr Komfort und eine starke Alternative zum Fliegen. Noch bevor der reguläre Betrieb beginnt, laufen nun jedoch erstmal umfangreiche Tests an.
Die ersten Probefahrten für die neuen Hochgeschwindigkeitszüge haben begonnen.
Verantwortlich dafür ist die italienische Bahngesellschaft Trenitalia.
Getestet wird der Einsatz moderner Züge auf der Strecke über den Brenner, die künftig München mit wichtigen südlichen Metropolen wie Mailand verbinden soll. Auch Innsbruck wird dabei als zentraler Zwischenhalt eingebunden. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn sowie den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB).
Hochmoderne Züge im Einsatz
Zum Einsatz kommen Züge des Typs Frecciarossa 1000. Diese Hochgeschwindigkeitszüge zählen zu den modernsten ihrer Klasse und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. Die rund 202 Meter langen Achtwagenzüge stammen vom Hersteller Hitachi Rail und werden bereits in mehreren europäischen Ländern eingesetzt.
Die neuen Verbindungen sind Bestandteil des Projekts „EuroLink“, das darauf abzielt, internationale Bahnstrecken stärker miteinander zu verknüpfen.
Große Pläne – Perspektivisch bis nach Berlin
Wenn die laufenden Tests erfolgreich verlaufen, sollen die neuen Hochgeschwindigkeitsverbindungen ab Dezember 2026 in den regulären Betrieb gehen. Alternativ gilt auch ein Start zu Beginn des Jahres 2027 als möglich.
Die langfristigen Planungen gehen dabei über die initialen Strecken hinaus. So ist vorgesehen, das Netz weiter auszudehnen. Bis 2028 könnten die Verbindungen über München hinaus bis nach Berlin reichen. Auch südliche Ziele wie Neapel sollen in das Streckennetz integriert werden.
Derzeit dominieren auf vielen Verbindungen über den Brenner vor allem Railjet-Züge der ÖBB den internationalen Verkehr.
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