Das österreichische Bundesheer nimmt heuer rund 473 Millionen für die Modernisierung und Erweiterung der militärischen Infrastruktur in die Hand. Etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) fließen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Projekte des “Aufbauplans 2032plus” zur Weiterentwicklung militärischer Fähigkeiten. Die weiteren 45 Prozent werden für den Erhalt der derzeitigen Fähigkeiten und der technischen Modernisierung der Liegenschaften verwendet.

Mit 115,7 Mio. Euro wird am meisten in Wien investiert, wo unter anderem das Verwaltungsgebäude in der Maria-Theresien-Kaserne im 13. Bezirk generalsaniert wird. Zudem werden in der Bundeshauptstadt in etlichen Kasernen wie beispielsweise in der Rossauer Kaserne, der Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne und im Kommandogebäude General Körner eine Reihe von Vorhaben umgesetzt.

Hinter Wien folgt Niederösterreich, wo 102,1 Mio. Euro verplant sind. Darunter 24,2 Millionen Euro für einen neuen Hangar für zwei Staffeln der AW169 “Leonardo”-Hubschrauber am Fliegerhorst Figl – Flugplatz Pabisch in Langenlebarn. Darüber hinaus gibt es Baumaßnahmen an der Theresianischen Militärakademie, in der Burstyn-Kaserne und in der Ostarrichi-Kaserne.

Die Steiermark erhält knapp 77,9 Mio. Euro, davon 13,6 Millionen Euro für Infrastrukturmaßnahmen für die “Leonardo”-Hubschrauber am Fliegerhorst Fiala Fernbrugg in Aigen im Ennstal. Nach Oberösterreich fließen 64,9 Millionen Euro, davon 9,5 Millionen Euro in einen neuen Garagenbezirk für das System Kampfpanzer Leopard in der Hessen-Kaserne in Wels. Der Rest verteilt sich auf die anderen Bundesländer Tirol (39,2 Mio.), Salzburg (31,2 Mio.), Kärnten (30,9 Mio.), das Burgenland (6,4 Mio.) und Vorarlberg (4,8 Mio.).

Beinahe alle Projekte gehen laut Tanner an regionale Unternehmen

Die Investitionen bilden laut Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) einen “weiteren wichtigen Grundstein” für den “Aufbauplan 2032plus”. “Eine moderne Infrastruktur ist nicht nur die Grundlage für die Einsatzbereitschaft und Ausbildung, sondern soll auch attraktive Arbeitsumgebung sowie moderne Unterkünfte für unsere Soldatinnen und Soldaten bieten”, so Tanner. Darüber hinaus werde durch diese Investitionen auch die heimische Wirtschaft angekurbelt. Laut Tanner werden in etwa 99 Prozent der Bauprojekte und die Sanierungsmaßnahmen in österreichischen Kasernen von regionalen Unternehmen durchgeführt.