Corona, Ukraine, Zölle: So viel Geld hat Deutschland seit 2020 verloren
Für eine am Samstag veröffentlichte Untersuchung berechnete das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) den Ausfall an Wirtschaftsleistungen seit 2020, der durch das Zusammenspiel von mehreren krisenhaften Entwicklungen entstanden ist: die Corona-Pandemie, den Russland-Ukraine Krieg und die Zoll-Politik der USA unter Präsident Donald Trump.
Der Wertschöpfungsverlust pro Erwerbstätigem liege bei mehr als 20.000 Euro, heißt es in der Studie. “Die laufende Dekade ist bisher von außergewöhnlichen Schocks und gewaltigen ökonomischen Anpassungslasten geprägt, die mittlerweile das Belastungsniveau früherer Krisen deutlich übertreffen”, schreibt das IW. Die Folge für Deutschland sei Stagnation: Die gesamtwirtschaftliche Leistung des Landes habe seit 2019 kaum zugenommen.
In den sechs Krisenjahren habe sich preisbereinigt ein Ausfall bei der Wirtschaftsleistung von insgesamt 940 Milliarden Euro ergeben, schreibt das IW weiter. Vor allem die Corona-Pandemie habe sich im Jahr 2020 mit einem Ausfall von 185 Milliarden Euro zu Buche geschlagen, im Jahr 2021 waren es demnach noch rund 100 Milliarden.
Weitere Krisenfaktoren
Ab dem Jahr 2022 seien dann weitere Krisenfaktoren hinzugekommen – infolge des Kriegs in der Ukraine und der insgesamt geopolitisch belasteten Weltwirtschaft. Gemäß der IW-Modellrechnung belaufen sich die Ausfälle im Jahr 2022 auf 75 Milliarden Euro, 2023 auf 140 Milliarden und 2024 auf über 200 Milliarden Euro. Die im Jahr 2025 anhaltende Stagnation brachte laut IW einen Rekordwert an Einbußen von 235 Milliarden Euro mit sich.
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