“Wir werden unsere militärische Präsenz in Grönland weiter verstärken”, sagte der dänische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen am Mittwoch. “Wir werden aber auch innerhalb der NATO auf mehr Übungen und eine verstärkte Präsenz der NATO in der Arktis drängen.” US-Präsident Donald Trump konterte mit unveränderter Maximalposition.

Dänemark führe mit seinen Verbündeten Gespräche “über neue und verstärkte Aktivitäten im Jahr 2026” bezüglich Grönland, fügte Lund Poulsen hinzu. Trump wischte jedoch den Vorstoß der Europäer zur Verstärkung der NATO-Präsenz in der Arktis vom Tisch. Die NATO-Mitgliedschaft des zum Königreich Dänemark gehörenden Territoriums im Nordatlantik sei kein ausreichender Schutz für Grönland. Alles andere, als dass sich die USA Grönland einverleiben, sei “inakzeptabel”, schrieb Trump in seinem Sprachrohr Truth Social.

Grönland wichtig für die USA

“Die Vereinigten Staaten brauchen Grönland zum Zweck der nationalen Sicherheit”, schrieb Trump. Es sei elementar für den Aufbau der geplanten Raketenabwehr Golden Dome. Die NATO solle daher den Weg für eine US-Übernahme der Insel bereiten, so Trump weiter. In Versalien schrieb er: “WENN WIR ES NICHT TUN, WERDEN ES RUSSLAND ODER CHINA MACHEN, UND DAS WIRD NICHT PASSIEREN!”

Die NATO könne nur dank der USA eine wirksame Abschreckung entfalten, schrieb Trump und fügte hinzu, das sei sein Verdienst durch die Stärkung der US-Streitkräfte während seiner ersten Amtszeit. Die NATO werde weitaus beeindruckender und effektiv mit Grönland in den Händen der USA, so der Republikaner weiter.