In exxpress live wurde am Mittwoch intensiv über Inflation, Kriminalität und politische Verantwortung diskutiert. Mit dabei: Meinungsforscher Bernhard Heinzlmaier und FPÖ-Wien Klubobmann Maximilian Krauss. Die zweite Stunde war geprägt von scharfer Kritik an Regierung, Energiepolitik und Migration – und einer grundsätzlichen Abrechnung mit dem System.

„10 Cent Entlastung sind ein Hohn“ – scharfe Kritik an Regierung und Energiepolitik

Für Krauss ist die steigende Inflation kein Naturgesetz, sondern politisches Versagen. Der jüngste Anstieg auf 3,1 Prozent sei zwar auch durch den Iran-Konflikt getrieben – „aber andere Länder haben das gleiche Problem und schaffen es trotzdem, die Preise niedriger zu halten“.

Besonders hart geht er mit der Spritpreisbremse ins Gericht: Während Dieselpreise zuletzt um rund 75 Cent gestiegen seien, bringe die Regierung „lächerliche 10 Cent“ Entlastung. Sein Urteil: „Das ist keine Hilfe, das ist ein Schlag ins Gesicht der Pendler.“

Heinzlmaier geht noch weiter. Für ihn ist die gesamte Kommunikation der Regierung „Volksverarschung“. Prognosen würden bewusst geschönt, schlechte Zahlen relativiert: „Man kündigt die Katastrophe an – und wenn sie ein bisschen weniger schlimm ist, feiert man sich.“

Beide eint die Diagnose: Österreich sei bei Inflation und Wachstum Schlusslicht in Europa, während gleichzeitig Milliarden für internationale Projekte ausgegeben würden. Krauss fordert eine Rückkehr zu günstiger Energie – notfalls auch durch neue Gespräche mit Russland. Heinzlmaier spricht von „völlig falschen Prioritäten“.

Migration, Kriminalität und Systemkritik: „Die Realität ist längst eine andere“

Noch zugespitzter wird die Debatte beim Thema Kriminalität. Krauss sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Migration und steigenden Delikten: „Wer seine Grenzen nicht schützt, importiert Probleme.“

Die Zahlen würden das bestätigen: Fast die Hälfte der Tatverdächtigen seien Ausländer, bei Gewaltdelikten und Jugendkriminalität sei der Anstieg besonders stark. Heinzlmaier spricht sogar von einer „Explosion“ bei Vergewaltigungen und Gewaltverbrechen.

Dabei kritisieren beide nicht nur die Entwicklung, sondern auch den Umgang damit. Die Statistik verschleiere Hintergründe, etwa durch fehlende Angaben zum Migrationshintergrund. Gleichzeitig verliere der Rechtsstaat an Glaubwürdigkeit, wenn Täter zu milde behandelt würden.

Auch gesellschaftlich sehen beide eine deutliche Verschiebung: Schulen, Städte und Sicherheitsgefühl hätten sich „massiv zum Negativen verändert“. Krauss spricht offen von einer „Verrohung der Gesellschaft“, die politisch ignoriert werde.