Bei einer internen Versammlung seiner Stiftung räumte der Microsoft-Mitgründer Affären während seiner Ehe mit Melinda Gates (61) ein. Dem Wall Street Journal zufolge sagte er: „Ich hatte tatsächlich Affären – eine mit einer russischen Bridge-Spielerin, die mich bei Bridge-Veranstaltungen traf, und eine mit einer russischen Kernphysikerin, die ich durch geschäftliche Aktivitäten kennenlernte.“

Ein Name rückt dabei besonders in den Fokus: Mila Antonova.

Kennengelernt beim Bridge

2009 sollen sich Gates und die damals in ihren Zwanzigern befindliche Antonova bei einer Bridge-Veranstaltung begegnet sein. Wann die Beziehung begann oder endete, ist nicht bekannt.

Antonova hatte bereits zuvor deutlich gemacht, dass sie versucht hatte, Gates kennenzulernen. Später tauchte ihr Name im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein (†66) auf.

Die Affäre mit Antonova galt als einer der Hauptgründe für die Scheidung von Melinda und Bill Gates. Im Mai 2021 gab das Paar nach mehr als 27 Ehejahren die Trennung bekannt.

Epsteins Rolle

2013 stellte Gates’ Vertrauter Boris Nikolic Antonova Jeffrey Epstein vor. Zu diesem Zeitpunkt lebte sie bereits in San Francisco.

Epstein finanzierte ihre Ausbildung zur Software-Entwicklerin. Eine Unterstützung, über die Antonova selbst sprach. 2023 sagte sie dem Wall Street Journal: „Epstein stimmte zu, alles zu bezahlen, er überwies das Geld direkt an die Schule. Ich weiß nicht, warum er das tat. Als ich ihn fragte, sagte er, er sei wohlhabend und helfe gerne, wenn er könne.“

Scharfe Mails

2017 soll Epstein das für Antonovas Ausbildung gezahlte Geld von Gates zurückgefordert haben. In vom US-Justizministerium veröffentlichten Mails an Nikolic schrieb er: „Dein Freund Bill ist wahnsinnig. Sein Mädchen kann sich keine Klimaanlage leisten, kann es sich nicht leisten, zum Bridge zu gehen. Der reichste Mann der Welt ist so billig, sein früheres Spielzeug lebt auf dem Sofa bei Freunden.“

Zu diesem Zeitpunkt hatte Gates den Kontakt zu Epstein bereits beendet.

Gates verteidigt sich

Neben den Affären sprach Gates auch über seine Kontakte zu Epstein. Er habe ihn mehrfach getroffen, sei mit dessen Privatflugzeug gereist und habe Zeit mit ihm in den USA sowie im Ausland verbracht.

Eine Verwicklung in Epsteins Sexualstraftaten weist er entschieden zurück. Zu gemeinsamen Reisen nach Frankreich, New York, Washington oder Deutschland sagte er, er sei „nie über Nacht geblieben“. Epsteins Insel habe er nie besucht.