Dieses Bundesland schafft schriftliches Dividieren ab
Bei dieser Methode werden größere Zahlen in kleinere, leichter zu berechnende Schritte zerlegt. Ein Beispiel: Bei der Aufgabe 2340 geteilt durch 5 werden nacheinander 2000, 300 und 40 durch 5 dividiert. Die Zwischenergebnisse werden anschließend addiert. Nach Angaben des Ministeriums zeigten Studien, dass dieses Vorgehen das Zahlenverständnis stärke und die Fehleranfälligkeit senke.
Gegen die geplante Umstellung gibt es deutliche Kritik. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, warnt davor, dass Schüler dadurch schlechter auf die weiterführenden Schulen vorbereitet würden, da dort das schriftliche Dividieren wieder vorausgesetzt werde. Er plädiert dafür, beide Rechenwege zu unterrichten. Ähnlich äußerte sich Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes. Sie betonte, dass das schriftliche Dividieren wichtige Funktionen erfülle, etwa strukturiertes Arbeiten und das Anwenden bereits erlernter mathematischer Fähigkeiten.
„Damit schadet sie der Zukunft unserer Kinder“
Auch politisch stößt der Schritt auf Widerstand. Der niedersächsische CDU-Chef Sebastian Lechner kritisierte das Vorgehen der Kultusministerin: „Das geht gar nicht. Aber es entspricht leider der Linie, die Frau Hamburg fährt. An allen Stellen werden die Ansprüche und Anforderungen gesenkt. Damit schadet sie der Zukunft unserer Kinder.“
Andere Bundesländer gehen einen anderen Weg. Sachsen kündigte an, am schriftlichen Dividieren in der Grundschule festzuhalten und diese Methode weiterhin als verbindliches Lernziel zu führen.
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