Drohnen, Raketen, Chaos: Nahost steht nach Khameneis Tod in Flammen
Nach dem Tod des iranischen Obersten Führers eskaliert die Lage im Nahen Osten dramatisch. Drohnen treffen Dubai, ein Hotel in Bahrain wird zerstört und es schlagen Raketen von Tel Aviv bis Zypern ein.
Rauch über Dubai und Manama: Drohnen- und Raketenangriffe erschüttern mehrere Staaten im Nahen Osten.GETTYIMAGES/Anadolu
Die Region erlebt eine neue Eskalationsstufe: Nach der bestätigten Tötung von Ajatollah Ali Khamenei durch einen gemeinsamen Angriff von US-amerikanischen und israelischen Streitkräften startet der Iran massive Vergeltungsschläge. Selbstmorddrohnen treffen Ziele in Dubai, in Bahrain wird ein Hotel zerstört und in Israel schlagen Raketen ein. Der Luftraum über weiten Teilen des Nahen Ostens ist nahezu leer, Zehntausende Flüge sind betroffen, berichtete die Daily Mail.
Drohnen über Dubai, Hotel in Bahrain zerstört
Am Nachmittag traf eine dritte Welle iranischer Selbstmorddrohnen in Dubai ein. Mindestens zwei davon schlugen am Flughafen ein. Zuvor waren bereits das Hotel Palm Jumeirah und das Burj Al Arab getroffen worden.
Weitere Explosionen hallten durch die Emirate. Dramatische Aufnahmen zeigten einen Feuerball nahe dem Burj Khalifa, als eine der Waffen abgefangen wurde. Trümmer abgeschossener Drohnen fielen auf zwei Häuser, verletzten zwei Menschen und lösten ein Feuer im Hafen von Jebel Ali aus.
Das Verteidigungsministerium der VAE erklärte, bis zum Vorabend seien 137 ballistische Raketen auf das Emirat abgefeuert worden. 132 davon seien zerstört worden, fünf seien in den Persischen Golf gefallen. Zudem seien 209 Selbstmorddrohnen abgefangen worden; 14 hätten ihr Ziel erreicht.
In Manama, Bahrain, wurde das Crowne Plaza Hotel von einer Selbstmorddrohne zerstört. Die Luftabwehr habe mindestens 45 Raketen und neun Drohnen abgefangen. Die Hotelbetreiber berichteten von einem „Vorfall“ und teilten mit, dass alle Gäste und Mitarbeiter in Sicherheit seien.
Raketen auf Israel, Zypern und Golfstaaten
Auch Tel Aviv wurde getroffen. Eine Frau kam ums Leben und zahlreiche Menschen wurden verletzt, als eine Rakete einen Wohnblock traf. Innerhalb von 24 Stunden ertönten in Israel mehr als 20 Mal die Luftschutzsirenen.
Laut Verteidigungsminister John Healey hat der Iran zwei Raketen auf britische Militärbasen auf Zypern abgefeuert. Diese hätten ihre Ziele „nur knapp“ verfehlt. Healey warnte, iranische Raketenkommandeure dürften „zunehmend ihre Ziele selbst wählen“, da Teheran an „Führung und Kontrolle“ verliere.
Zudem wurden Explosionen in Katar, Kuwait, dem Irak und erstmals in Oman gemeldet. In Doha wurden 16 Verletzte gemeldet. Vor der Küste Omans wurde ein Öltanker angegriffen, wobei vier Menschen verletzt wurden. Die 20-köpfige Besatzung wurde evakuiert. Auch hat der Iran die Straße von Hormus geschlossen, die zu den wichtigsten Ölschifffahrtsrouten der Welt zählt.
Tod Khameneis bestätigt – „intensivste Offensivoperation“
Der Iran bestätigte den Tod von Ajatollah Ali Khamenei, nachdem dieser zunächst bestritten worden war. Er sei bei einem „kriminellen Angriff der Vereinigten Staaten und des zionistischen Regimes“ getötet worden, hieß es in einer Erklärung, die im Staatsfernsehen verlesen wurde. „Gott ist groß. Gott ist groß. Mit tiefer Trauer wird der iranischen Nation bekannt gegeben, dass Großayatollah Ali Khamenei … als Märtyrer getötet wurde.“
Das Regime kündigte eine 40-tägige Trauerzeit an. Zugleich schwor es, seine „intensivste Offensivoperation der Geschichte“ zu entfesseln – mit einer Gewalt, die seine Feinde „noch nie zuvor erlebt haben“. Ali Larijani führte Forderungen nach einer Verschärfung der Vergeltungsangriffe an.
Israel erklärte, man habe das „Herz“ Teherans getroffen. Die IDF teilten mit: „Zum ersten Mal seit Beginn der Operation ‚Brüllender Löwe‘ greift die IAF Ziele an, die dem iranischen Terrorregime im Herzen Teherans gehören.“
US-Präsident Donald Trump schrieb auf Truth Social: „Iran hat gerade erklärt, dass sie heute sehr hart zuschlagen werden … DAS SOLLTEN SIE ABER BESSER NICHT TUN, DENN WENN SIE ES TUN, WERDEN WIR SIE MIT EINER KRAFT TREFFEN, DIE ES NOCH NIE ZUVOR GAB!“
Luftraum leer, 20.000 Flüge betroffen
Der Luftraum über dem Nahen Osten ist nahezu leer. Rund 20.000 Flüge wurden verspätet oder komplett gestrichen. Das britische Außenministerium riet seinen Staatsbürgern, sich „sofort zu verstecken“, Reisen zu vermeiden und den Anweisungen der Behörden zu folgen.
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