Am Sonntagnachmittag fand in Berlin eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des islamistisch motivierten Anschlags auf den Christopher Street Day (CSD) statt. Tausende Menschen versammelten sich vor dem Brandenburger Tor. Sie legten Blumen auf den Pariser Platz, zündeten Kerzen an und umarmten sich. Auch eine kleine Bühne war aufgebaut, auf der einige Menschen Reden hielten.
Kämpferin für Intersektionalität
Ein Satz in einer Rede sorgte im Netz allerdings für große Empörung: Die Berliner Rapperin Nyya sagte wortwörtlich: „Was auch für mich schockierend war, es war das erste, an das ich gedacht hab, war: Hoffentlich ist es kein Kanake, hoffentlich ist es eine weiße christliche Person. Aber das wars nicht.“ In dem viral gegangenen Videoausschnitt hört man nach diesem Satz deutlich einen Lacher („Haha“) und ein „Ja“.
Die recht unbekannte Sängerin fährt fort: „Und da zeigt sich wieder Intersektionalität. Wir kämpfen nicht alle die gleichen Kämpfe, aber wir sind füreinander da an Momenten wie diesen“.
Der Begriff „Kanake“ ist ein rassistisches Schimpfwort für Menschen aus der Türkei und dem Nahen Osten.
Große Empörung in sozialen Medien
Der Ausschnitt aus der Gedenkfeier wurde auf „X“ und Instagram hunderte Mal geteilt und kommentiert. Der ehemalige ZDF-Hauptstadtkorrespondent Thorsten Alsleben etwa kommentiert sarkastisch: „Linksaktivisten so: „Fuck…, der Täter gegen uns war ja einer von uns! Warum konnte er kein christlicher Weißer sein?“ (Publikum: Haha)“
Auch ehemaliger Welt-Herausgeber kommentiert bissig
„der eigentliche witz ist, dass solche pfeif:innen den säkular heiligen ort der berliner republik bekommen für ihren müll. das ist der eigentlich der rhetorische schrott für den zweiten rotrotgrünen hinterhof in neukölln“, kommentiert der ehemalige Welt-Chefredakteur und Herausgeber Ulf Poschardt das Filmchen.
Ähnlichkeiten zu linker Sängerin Ikkimel
Auf ihrem Instagram-Profil gibt sich Nyya lasziv und freizügig – ähnlich wie die deutsche, linke Sängerin Ikkimel. Unter einen ihrer Beiträge schreibt sie etwa: „eine homies justus’ und antjes / meine homies fotzen und schlampen“. Ihre Lieder heißen etwa „hot bin“ (das könnte „heißer Mistkübel“ bedeuten), „ice queen“ oder „4 Buchstaben“. Laut eigener Beschreibung macht Nyya „intersektional empowernde Musik”.

SPD-Politiker setzt Islamisten mit Konservativen gleich
Aufregung herrscht auch um den Queerbeauftragten der SPD Berlin, Alfonso Pantisano. Er setzte in einer Sendung des Berliner TV-Senders „rbb24“ Islamisten mit Konservativen gleich.<
Der Moderator machte Pantisano auf eine kürzlich getätigte Aussage aufmerksam. Der SPD-Politiker sagte vor einigen Tagen: „Das, was uns am meisten beschäftigt, ist: Wir werden gerade politisch angegriffen von rechts und vor allem von konservativen Kräften, von Rechtsextremen, von Neo-Nazis.“ Der Moderator wollte wissen, ob Pantisano den Satz „heute genauso sagen“ würde.
Seine Antwort: „Ja, weil ich unter ‘konservativen Kräften’ alle religiösen Gruppen mit dazu zähle, die alle ein Problem mit uns haben.“ Sein Fazit: „Islamisten gehören da dazu“.

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