„Man kann das selbst nachlesen"
Ihre Quellen sind die sogenannten EFTA-Files – jene Millionen von Dokumenten die das US-Justizministerium seit Jänner 2026 im Rahmen des Epstein Files Transparency Act auf justice.gov veröffentlicht hat. Dazu kommt die Analyse von Sayer Ji – Gründer von GreenMedInfo, Senior Adviser der MAHA Action Bewegung, Vorsitzender des Global Wellness Forum und Mitgründer von Stand for Health Freedom. Er hat die Epstein Files systematisch ausgewertet – auf seinem Substack sowie in einem noch unveröffentlichten Buch dessen Manuskript Hubmer-Mogg vorab lesen konnte.
„Alles was ich hier behaupte kann sich jeder aus diesen Files selbst nachlesen”, sagte Hubmer-Mogg im Interview. Die Dokumente seien öffentlich zugänglich, die Verbindungen lägen offen da: „Gar nicht zu kryptisch – direkt. Man muss gar nichts reininterpretieren.”
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Project Molecule – ein Plan für Pandemiegewinne
Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen steht das sogenannte Project Molecule aus dem Jahr 2011. Laut den Epstein Files und Sayer Jis Analyse war es ein 14-seitiger JPMorgan-Vorschlag – Version 13, datiert auf den 31. August 2011 – für einen dauerhaften, offshore-fähigen Fonds explizit für Impfstoffe, Pandemiepräparedness und Krankheitseradikation. Der Fonds sollte unter dem Namen der Gates Foundation verankert werden und Kapital aus der Giving Pledge – unter anderem von Gates und Warren Buffett – abgreifen. Laut den analysierten Dokumenten hatte Epstein JPMorgan in E-Mails beraten wie man Gates für die Sache gewinnt und „mehr Geld für Impfstoffe” locker macht.
Hubmer-Mogg dazu im Interview: „Es war sehr spannend zu sehen dass sich hier schon viele Jahre vor der Corona-Pandemie Epstein und die Bank JP Morgan gemeinsam mit Gates im wahrsten Sinne auch konspiriert haben, dass sie sagten: Im Pandemie- und Impfstoffbusiness steckt richtig gut Geld.”
2013 entstand daraus der Global Health Investment Fund – laut einem vertraulichen Briefing-Dokument vom September 2013 „der erste Investmentfonds fokussiert auf globale Gesundheit, Medikamente und Impfstoffentwicklung” – mit Renditeversprechen von fünf bis sieben Prozent jährlich.
Gates, BioNTech und ein bemerkenswertes Timing
Besonders brisant ist der BioNTech-Deal der Gates Foundation. Im September 2019 kaufte die Bill & Melinda Gates Foundation rund drei Millionen BioNTech-Aktien zum Preis von 18,10 Dollar pro Stück – insgesamt rund 55 Millionen Dollar – kurz vor dem Börsengang des Unternehmens im Oktober 2019. Im dritten Quartal 2021 verkaufte die Foundation den Großteil der Aktien zu rund 300 Dollar – ein steuerfreier Gewinn von rund 242 Millionen Dollar laut Recherchen des Investigativjournalisten Jordan Schachtel auf Basis von Pflichtmeldungen bei der US-Börsenaufsicht (=SEC).
Wenige Monate nach dem Verkauf erklärte Gates öffentlich dass die mRNA-Impfstoffe die Übertragung von COVID-19 nur minimal reduzierten – und man eine neue Methode brauche.
Gates selbst wies im Jänner 2026 alle Vorwürfe zurück. In einem Interview erklärte er eine Epstein-E-Mail an sich selbst aus dem Jahr 2013 die Vorwürfe gegen ihn enthielt sei „falsch” und „nie abgeschickt worden”: „Jede Minute die ich mit ihm verbracht habe bereue ich.”
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„Das ist kein Beweis – aber es zeigt..."
Hubmer-Mogg selbst formulierte am Ende des Interviews eine wichtige Einschränkung – und die gehört zum Artikel wie die Vorwürfe selbst: „Das ist nicht der Beweis dafür dass jeder Mitarbeiter der WHO oder dass wirklich Bill Gates und seine Mitarbeiter über jedes kleinste Detail von Epsteins Geschäften Bescheid wussten. Aber es zeigt dass zumindest diese CEOs von dieser Bank, der Epstein und der Gates in dieser Planung definitiv untereinander direkt kommuniziert haben.”
Ihr Fazit – und eine direkte Aufforderung: „Ich denke wenn sich jemand – ein Redakteur zum Beispiel in einem großen öffentlichen Rundfunk – die Mühe macht und einfach nur mal die Suchbegriffe JPMorgan, Gates, Epstein, Donor Advised Funds in die Epstein Files eingibt, könnte das jeder für sich selbst recherchieren. Das ist kein Geheimwissen. Und es muss veröffentlicht werden.”
Und sie stellt die Frage die – angesichts der Gates Foundation als zweitgrößtem WHO-Geldgeber nach Deutschland – schwer zu ignorieren ist: „Ist für Gates die WHO eine Gelddruckmaschine geworden – besonders durch zukünftig ausgerufene Public Health Emergencies of International Concern?”

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