ER sorgt jetzt für Sicherheit bei SPAR
Er war zuständig für Terrorabwehr, Spionage und große Bedrohungslagen. Jetzt berät er Österreichs größten Nahversorger.
Omar Haijawi-Pirchner, bis vor kurzem Direktor der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), wird neuer Sicherheitsberater von Spar Österreich. Wie SALZBURG24 berichtete, bestätigte das Unternehmen den prominenten Neuzugang am Donnerstag.
Sicherheit für 1.500 Standorte
Spar betreibt rund 1.500 Märkte und Shopping-Center in Österreich. Als größter Nahversorger des Landes versteht sich der Konzern selbst als „kritische Infrastruktur“.
Genau hier setzt die neue Zusammenarbeit an: Haijawi-Pirchner soll mit seiner Firma HP Strategic Consulting dabei helfen, die Sicherheitsstrukturen weiterzuentwickeln und auf „ein neues Level“ zu heben.
Der Fokus liegt dabei nicht nur auf klassischer Ladensicherheit. Laut Unternehmensangaben geht es auch um:
-Stärkung der unternehmerischen Widerstandsfähigkeit
-Früherkennung von Risiken
-Prävention vor Eskalationen
-Schutz vor hybriden Bedrohungen
-Absicherung gegen Cyber-Kriminalität
Mitarbeiter sollen gezielt geschult werden, um Vorfälle zu verhindern, bevor sie eskalieren.
Von Terrorabwehr zu Prävention im Handel
In der Welt des österreichischen Staatsschutzes galt Haijawi-Pirchner als zentrale Figur bei großen Bedrohungslagen. Nun bringt er seine Expertise in ein Unternehmen ein, das täglich hunderttausende Kunden versorgt.
Der Schritt zeigt, wie stark sich Sicherheitsfragen im Handel verändert haben. Es geht längst nicht mehr nur um Ladendiebstahl oder Vandalismus. Themen wie digitale Angriffe, hybride Bedrohungen oder systemische Störungen rücken stärker in den Fokus.
Spar betont dabei ausdrücklich, dass es sich nicht um eine Reaktion auf eine konkrete Gefahrenlage handelt.
Unternehmenssprecherin Nicole Berkmann stellt gegenüber SALZBURG24 klar:
„Es gibt nicht mehr Vorfälle als früher. Wir hatten auch bisher schon eine externe Sicherheitsberatung. Da unser bisheriger Berater jedoch langsam in Pension gehen möchte, haben wir uns rechtzeitig um eine Nachfolge bemüht.“
Damit will der Konzern Spekulationen über akute Bedrohungen von vornherein entkräften.
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