Am Montagnachmittag wurde eine 64-jährige Frau am Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing tot aufgefunden – mit massiven Schnitt- und Stichverletzungen. Ein Notarzt versuchte noch zu reanimieren, ohne Erfolg. Schnell stand fest: ein Gewaltverbrechen. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot an und sperrte die Eingänge des Friedhofs.

18-jähriger Juniorchef kontaktierte Rettung

Am Dienstag kehrte schließlich Ruhe ein. Um die Mittagszeit herum waren bereits alle Absperrungen entfernt, die Gräber konnten wieder betreten werden. Direkt beim Tatort traf der exxpress Arthur Altbart, den Juniorchef eines Wiener Bestattungsinstituts, das vor den Toren des Friedhofs liegt. Der 18-Jährige kontaktierte am Montagnachmittag die Rettung und war einer der ersten am Ort des schrecklichen Geschehens. Auch sah er die 14-jährige Täterin mit eigenen Augen.

Sehen Sie hier das Interview mit Arthur Altbart:

„Es war eine ziemlich hektische, hysterische Situation“, schildert Altbart. „Wir sind von unten gekommen und auf einmal sah ich zehn Polizisten mit der Tatverdächtigen, die auch anscheinend das Grab gesucht haben“, beschreibt er die Situation am Montagnachmittag.

Arthur Altbart über die mutmaßliche Täterin: „Ich schätze sie ungefähr 1,60 Meter groß und sie hatte sehr dunkle schwarze Haare“.exxpress TV

14-Jährige an Polizist: „Kann ich mir eine Tschick anzünden?“

Über die 14-Jährige, die mittlerweile die Tat gestanden hat, sagt er: „Auf mich hatte sie einen sehr emotionslosen Eindruck, sehr kalt. Und vor allem sehr ruhig“. Über ihr Aussehen kann er sich an folgendes erinnern: „Ich schätze sie ungefähr 1,60 Meter groß und sie hatte sehr dunkle schwarze Haare“.

Er schildert gegenüber dem exxpress diese Szene: Er habe beobachtet, wie die festgenommene Teenagerin einen Polizisten fragte, ob sie sich „eine Tschick anzünden“ könnte.

Mutmaßliche Täterin lebte in betreuter Wohngemeinschaft

Am Dienstag kamen neue Details über den Mord ans Licht: Die 14-jährige Täterin lebte seit November 2025 in einer sozialpsychiatrischen Wohngemeinschaft. Zuvor hatte die Mutter die Obsorge an die Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) abgegeben. „Sie sagte, sie schaffe es zu Hause mit ihr nicht mehr und stimmte einer Betreuung in der WG zu“, berichtete MA-11-Sprecherin Ingrid Pöschmann gegenüber der APA. Polizeilich sei das Mädchen davor nie aufgefallen.