Eva Schütz: Weißmann-Affäre hat „Ruf des ORF massiv beschädigt“
Besonders kritisch sieht Schütz den Umgang des ORF mit den Anschuldigungen. „Man ist mit einer Anschuldigung hinausgegangen, von der kein Mensch weiß, ob sie wahr ist oder nicht“, sagte sie. Die Folge sei verheerend: „Damit hat man das Leben von Herrn Weißmann zerstört und den Ruf des ORF massiv beschädigt.“
Finanziell hoher Schaden für den ORF und die Bevölkerung
Auch finanziell könnte der Fall für den Sender teuer werden – und damit für die Bevölkerung. Schütz verwies auf mögliche arbeitsrechtliche Folgen: „Roland Weißmann ist jetzt bei vollen Bezügen beurlaubt. Da kommt wahrscheinlich ein arbeitsrechtlicher Prozess auf den ORF zu.“ Am Ende könnten die Kosten bei den Gebührenzahlern landen. „Wie kommt der österreichische Steuerzahler dazu, solche Verwicklungen im ORF zu finanzieren?“ fragte sie.
Für Schütz zeigt die Causa ein grundlegendes Problem des Systems rund um den ORF. Der öffentlich-rechtliche Sender werde mit Unsummen an Geld über die Haushaltsabgabe finanziert, während andere Medien nur einen Bruchteil an Förderung erhalten. Ihr Fazit fällt drastisch aus: „Man hat hier ein künstliches Medienmonopol geschaffen.“ Im Fall Weißmann sei vor allem eines fatal: „Seine Existenz ist vernichtet – ohne dass die Fakten überhaupt geklärt sind.“
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