Falscher Alarm: DHL-Betrugswarnung erweist sich als Fehlinformation
In Magdeburg sorgten angeblich gefälschte DHL-Abholbenachrichtigungen für Alarmmeldungen von Polizei und Versanddienstleister. Doch was zunächst nach einer neuen Betrugswelle aussah, entpuppte sich bei genauer Prüfung als Irrtum.
Ausgangspunkt war eine polizeiliche Mitteilung, wonach in mehreren Haushalten Benachrichtigungskarten mit QR-Codes aufgetaucht seien. Diese sollten suggerieren, dass eine Paketzustellung gescheitert sei. Der Verdacht: Betrüger könnten über manipulierte QR-Codes persönliche Daten abgreifen oder Betroffene auf kostenpflichtige Hotlines locken. Auch der Logistikdienstleister DHL griff diese Einschätzung zunächst auf und warnte öffentlich vor einer möglichen Betrugsmasche.
Interne Prüfung bringt überraschende Wende
Nur kurze Zeit später folgte die Korrektur. Nach interner Überprüfung erklärte ein DHL-Sprecher auf Anfrage, dass es sich bei den gemeldeten Benachrichtigungen nicht um Fälschungen handele. Die beanstandeten Karten seien Originale aus dem DHL-Express-Bereich. Ein systematischer Betrug lasse sich nicht belegen. Für die Betroffenen ist die Verwirrung groß.
Polizei bleibt vorsichtig – trotz Entwarnung
Trotz der Neubewertung hält die Polizei an ihrer grundsätzlichen Warnhaltung fest. Hintergrund ist das wachsende Phänomen des sogenannten „Quishing“ – Betrug mittels QR-Codes. In anderen Fällen würden gezielt Flyer verteilt, die bekannten Zustellkarten täuschend ähnlich sehen und mit kurzen Hinweisen sowie Codes Neugier und Zeitdruck erzeugen. Wer diese scannt, könne auf professionell gestaltete, aber betrügerische Webseiten gelangen.
Kommentare