Der Innviertler Modehändler Fussl geht juristisch gegen die Billigplattform Temu vor. Grund ist eine Internet-Werbung, die laut einem Bericht der Oberösterreichischen Nachrichten den Eindruck erweckt haben soll, dass Produkte des österreichischen Unternehmens auf der Plattform verkauft werden.

Tatsächlich bietet Fussl dort nach eigenen Angaben gar keine Produkte an. Kunden konnten dadurch jedoch annehmen, dass die Modekette Teil des Temu-Angebots ist. Auf den Vorfall wurde das Unternehmen laut Bericht durch einen Mitbewerber aufmerksam.

Vorwürfe nicht zum ersten Mal

Fussl meldete den Fall daraufhin beim Handelsverband. Dieser schaltete die Bundeswettbewerbsbehörde ein. Zwar verschwand die entsprechende Werbung kurze Zeit später von der Plattform, für das Unternehmen ist die Sache damit aber nicht erledigt.

Inzwischen hat Fussl beim Handelsgericht Wien Klage eingebracht und fordert Schadenersatz in sechsstelliger Höhe. Die Vorwürfe gegen Temu kommen nicht zum ersten Mal auf: Laut 5min gibt es zuletzt auch Kritik von Behörden wegen irreführender Werbung und problematischer Geschäftspraktiken. Zudem läuft in Österreich bereits eine Sammelklage gegen den Online-Marktplatz.