Während die Debatte um Gehälter und Transparenz im ORF weiter an Fahrt aufnimmt, bringt die neue Liste der Spitzenverdiener brisante Zahlen ans Licht. An der Spitze steht Pius Strobl, der intern seit Jahren als einflussreicher Strippenzieher gilt. Sein Einkommen liegt weit über dem vieler Kollegen. Die Zahlen werfen einmal mehr Fragen nach der Höhe, dem System und der Kontrolle der ORF-Gehälter auf.

Fast 470.000 Euro: Strobl an der Spitze

Pius Strobl ist der am höchsten bezahlte Mitarbeiter im ORF – und das bis mindestens Ende 2026. Sein Jahresgehalt beträgt exakt 468.856 Euro. Umgerechnet auf 14 Gehälter ergibt sich ein monatliches Bruttoeinkommen von 33.849 Euro. Eine Summe, die deutlich über dem liegt, was selbst in anderen Spitzenpositionen üblich ist. Besonders im Fokus steht dabei sein laufender Streit um einen Zusatz-Pensionsvertrag über mehr als 2,4 Millionen Euro.

Strobl bekleidet aktuell die Funktionen eines Hauptabteilungsleiters und Projektleiters für den Medienstandort. Im ORF gilt er seit Jahren als zentrale Figur: Er war unter anderem Kommunikationschef, verantwortlich für „Licht ins Dunkel“, zuständig für die Security und wirkte beim Bau- und Sanierungsprojekt des ORF-Zentrums am Küniglberg mit.

Platz 2 und 3: Viel Geld – trotz Abgang

Auch die weiteren Plätze der Gehaltsliste erregen Aufmerksamkeit. Auf Rang zwei liegt Ex-Generaldirektor Roland Weißmann mit einem Jahresgehalt von 427.500 Euro.

Auf Platz drei folgt Johannes Aigelsreiter mit 339.824 Euro. Auch er ist nicht mehr beim ORF tätig, da er im Herbst 2025 von seinen Aufgaben als Sportchef entbunden wurde.