In den angemieteten Lagerräumen sollen sich unter anderem Computer, CDs, Fotos und Dokumente befunden haben. Brisant ist dabei vor allem der Umstand, dass diese Einheiten von den US-Behörden offenbar nie entdeckt wurden. Beobachter vermuten daher, dass sich dort bislang unbekanntes Beweismaterial befunden haben könnte.

Was passierte mit den Inhalten nach Epsteins Tod?

Bereits 2005 hatte der damalige Polizeichef von Palm Beach erklärt, Epsteins Anwesen sei vor einer Durchsuchung „aufgeräumt“ gewesen. Der Verdacht: Epstein könnte vorab von Razzien erfahren haben. Laut den Recherchen soll er sogar Privatdetektive engagiert haben, um Unterlagen und Computer aus seinen Häusern in Sicherheit zu bringen. Allein zwischen Jänner und Mai 2010 überwies er dem Detektivbüro Riley Kiraly rund 38.500 Dollar.

E-Mails legen nahe, dass Datenträger aus seinem Anwesen – darunter auch von seiner Privatinsel Little Saint James – in Lagerräume gebracht wurden. In einer Nachricht fragte ein Vertreter der Detektei, was mit den gesicherten Computern und Dokumenten geschehen solle, die in einem Lager deponiert waren.

Neben mehreren Standorten in Florida soll Epstein auch in New York zusätzliche Verstecke genutzt haben, darunter eines nahe seiner Villa in Manhattan. Was mit dem Inhalt der Lagerräume nach seinem Tod im Jahr 2019 geschah, ist unklar. In Florida können unbezahlte Lagerboxen nach 90 Tagen versteigert werden.