Wie euronews. berichtete steht im Zentrum der Verdacht auf Geldwäsche. Die Ermittlungen richten sich gegen unbekannte Manager und Mitarbeiter. Hintergrund sind Geschäftsbeziehungen zu ausländischen Unternehmen, die nach dem Verdacht der Behörden zur Verschleierung von Geldflüssen genutzt worden sein könnten.

Die Staatsanwaltschaft gibt keine Details zu konkreten Geschäftsbeziehungen oder zu den Transaktionen bekannt, die geprüft werden. Damit bleibt offen, welche Vorgänge genau Anlass für das Verfahren waren – klar ist jedoch die Stoßrichtung: mögliche Pflichtverletzungen im Umgang mit verdächtigen Geldbewegungen.

Meldepflichten als möglicher Knackpunkt

Ein Schwerpunkt der Ermittlungen ist die Frage, ob auffällige Transaktionen zu spät gemeldet wurden. Banken müssen verdächtige Zahlungen unverzüglich an die zuständigen Behörden melden. Bei Verstößen drohen Geldbußen. Genau diese zeitliche Komponente – ob Hinweise rechtzeitig weitergegeben wurden – spielt im Verfahren eine zentrale Rolle.

Abramovich im Umfeld der Causa

In dem Zusammenhang wird ein prominenter Name genannt: Roman Abramovich. Der russische Milliardär steht seit März 2022 wegen seiner Verbindungen zu Russlands Präsident Wladimir Putin unter EU-Sanktionen. Im Raum steht, ob bei früheren Transaktionen mit Bezug zu ihm die vorgeschriebenen Prüfungen zur Geldwäscheprävention korrekt gehandhabt wurden.

Bank bestätigt Maßnahmen und kooperiert

Die Deutsche Bank bestätigt die laufenden Durchsuchungen und erklärt, vollständig mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren. Mehr Informationen nennt das Institut nicht. Auch von behördlicher Seite gibt es keine weiteren Auskünfte zu den Vorgängen, die überprüft werden.

Ausgerechnet jetzt: Jahreszahlen am nächsten Tag

Der Zeitpunkt ist für die Bank besonders heikel: Bereits am Donnerstag sollen die Jahresergebnisse präsentiert werden. Erwartet wird dabei der höchste Gewinn seit vielen Jahren. Statt einer Bilanz-Show steht nun ein Ermittlungsverfahren im Mittelpunkt – und damit ein Thema, das für Banken besonders sensibel ist.

Börse reagiert: Aktie rutscht ab

Die Nachricht bleibt nicht ohne Folgen am Markt. Die Deutsche-Bank-Aktie fällt nach Bekanntwerden der Durchsuchungen um mehr als 3,65 Prozent. Der Kurs hatte schon davor schwächer tendiert, doch die Ermittlungen verstärken den Druck deutlich.