Gestrandet im Kriegsgeschehen: Diese Staaten übernehmen nun die Kosten für Touristen
Was als Traumurlaub begann, ist für Tausende Reisende zum Albtraum geworden. Die militärische Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran hat den zivilen Luftverkehr in weiten Teilen des Nahen Ostens nahezu lahmgelegt.
Besonders betroffen sind die Vereinigten Arabischen Emirate: An den Flughäfen von Dubai wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt, tausende Passagiere strandeten in den Terminals. Berichte sprechen von chaotischen Zuständen, fehlenden Informationen und überfüllten Abflugbereichen.
Kreuzfahrtschiffe stehen still
Nach Angaben von Flightradar24 wurden an sieben großen Airports der Region mehr als 3.400 Flüge gestrichen. Neben Dubai traf es auch Abu Dhabi und Doha. Zahlreiche Airlines reagierten mit weitreichenden Flugstreichungen. Die Lufthansa-Gruppe setzt Verbindungen in mehrere Länder der Region aus und meidet diverse Lufträume. Auch Emirates und Condor stellten Flüge nach Dubai und in andere betroffene Gebiete vorübergehend ein.
Das deutsche Auswärtige Amt sieht derzeit keine Möglichkeit für Rückholaktionen, da viele Lufträume gesperrt sind. Stattdessen würden die Betroffenen über die Auslandsvertretungen betreut.
Die Emirate kündigten an, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung gestrandeter Passagiere zu übernehmen. Rund 20.000 Reisende seien bereits versorgt worden. Auch in Saudi-Arabien wurde die Unterbringung gestrandeter Golfstaaten-Bürger angeordnet.
Neben Flugreisenden sitzen auch Kreuzfahrtgäste fest. Mehrere Schiffe, darunter „Mein Schiff 4“ und „MSC Euribia“, liegen weiterhin in Dubai. Reiseveranstalter verlängern Hotelaufenthalte oder organisieren Ersatzunterkünfte. Wann sich die Lage entspannt, ist unklar.
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