Historischer Triumph für Österreich: Drei Schüler des Bundesrealgymnasiums Gröhrmühlgasse in Wiener Neustadt haben bei der Aerial Challenge 2025 in Peking den Weltmeistertitel im Drohnenfliegen geholt. Máté Salánki, Sebastian Karaffa und Philip Hanspeter setzten sich in einem hochdramatischen Wettbewerb gegen mehr als 1.500 Teilnehmer aus über zehn Ländern durch.

Was die Disziplinen ausmacht

Die Aerial Challenge ist kein klassisches Drohnenrennen, sondern ein technisch anspruchsvoller Nachwuchswettbewerb. Die Schüler müssen Drohnen nicht nur steuern, sondern auch selbst programmieren.

Autonomes Fliegen: Die Drohne soll eigenständig Landefelder erkennen, anfliegen und innerhalb vorgegebener Begrenzungen landen.

Präzision statt Speed: Anders als in Rennserien zählt hier nicht Tempo, sondern Genauigkeit und Stabilität.

Programmierung: Die Teams entwickeln eigenständig den Code, mit dem Sensoren und Steuerung arbeiten.

Teamwork: Strategien, Testläufe und Feinarbeit im Parcours sind entscheidend für den Erfolg.

Ziel ist es, junge Talente spielerisch in Robotik, Programmierung und Ingenieurwissenschaften einzuführen – und den Nachwuchs für MINT-Fächer zu begeistern.

Die Drohne in ActionAPA/BECOM Electronics GmbH

Der dramatische Wettkampf in Peking

Der Wettbewerb fand im legendären National Speed Skating Oval in Peking statt – Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Zunächst lief es für das Team aus Niederösterreich zäh: Der erste gültige Durchgang gelang erst 90 Minuten vor Ende der Challenge. Doch kurz vor Schluss folgte der große Durchbruch: 15 Minuten vor Wettbewerbsende schafften die drei Schüler einen fehlerfreien Flug. Damit katapultierten sie sich auf Platz eins und holten Gold.

Siegerehrung in PekingAPA/BECOM Electronics GmbH

Stolz bei Lehrern und Unterstützern

Begleitet wurden die Schüler von Christian Filipp vor Ort in Peking sowie Alexander Filipp, der sie in Wiener Neustadt intensiv vorbereitet hatte. „Wir sind unglaublich stolz auf unsere Schüler. Ihr Einsatz, ihre Begeisterung für Technik und ihr Teamgeist haben diesen außergewöhnlichen Erfolg möglich gemacht“, betonten die Pädagogen.

Auch das unterstützende Unternehmen BECOM zeigte sich begeistert:
„Dieser Erfolg ist ein perfektes Beispiel dafür, wie gezielte Nachwuchsförderung und technisches Engagement junge Menschen auf internationalem Niveau fördern können. Wir gratulieren dem Team des BRG Gröhrmühlgasse herzlich zu diesem außergewöhnlichen Triumph und freuen uns, Teil dieser Erfolgsgeschichte gewesen zu sein.“

Internationale Bühne für die nächste Generation

An der Aerial Challenge nahmen Schülerteams aus China, den USA, Malaysia, Thailand, Österreich, der Slowakeiund weiteren Ländern teil. Das Ziel: praxisnahes Lernen und die Förderung von Begeisterung für Wissenschaft und Technologie.

Für die jungen Weltmeister ist die Reise damit nicht beendet: Direkt im Anschluss an die Drohnen-WM treten sie auch beim Robotikturnier RoboRAVE International in Peking an. Dazwischen bleibt immerhin ein wenig Zeit, um die chinesische Hauptstadt zu erkunden.