Der junge Mann hatte sich offenbar im Zuge eines riskanten erotischen Experiments einen großen Gegenstand in den After eingeführt. Erst während einer Notoperation gegen zwei Uhr morgens stellte sich heraus, dass es sich um eine scharfe Granate aus dem Ersten Weltkrieg handelt. Das rund 20 Zentimeter lange und vier Zentimeter breite Geschoss bestand aus Metall – und hätte jederzeit detonieren können.

Sofort wurde Alarm ausgelöst, das Krankenhaus evakuiert, Patienten und Personal in Sicherheit gebracht. Ein Bombenentschärfungs-Team rückte an, ebenso die Feuerwehr. Die Spezialisten konnten die Granate schließlich unschädlich machen. Eine Explosion blieb aus.

Ähnlicher Vorfall Jahre zuvor

Nach Angaben der Behörden stammt das Geschoss aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und wurde einst von der deutschen Armee eingesetzt. Wie der junge Mann in den Besitz der Granate kam, ist bislang ungeklärt. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen illegalen Besitzes von Sprengstoff sowie wegen der massiven Störung des Krankenhausbetriebs.

Der Patient befindet sich weiterhin unter medizinischer Beobachtung. Der Fall ist kein Einzelfall: Bereits 2022 sorgte ein ähnlicher Vorfall in Frankreich für Schlagzeilen, als ein Pensionist mit einer Granate im Körper eingeliefert wurde. Auch damals musste ein Spital geräumt werden.