In exxpress live wurde am Dienstag hitzig über Genderpolitik, linke Gewalt und den Zustand des Rechtsstaats diskutiert. Zu Gast waren Politik-Blogger Gerald Grosz und Politikwissenschaftler Ralph Schöllhammer. Besonders Grosz fand deutliche Worte.

„Gendern ist kein Fortschritt, sondern Machtinstrument“

Gerald Grosz ließ keinen Zweifel daran, wie er den staatlich geförderten Gender-Aktivismus bewertet. Für ihn ist das Gendern längst keine freiwillige Sprachfrage mehr, sondern ein ideologisches Projekt. Medien, Behörden und Universitäten würden Sprache bewusst verändern, um Realität umzudeuten.

Besonders scharf kritisierte Grosz die Doppelmoral: Positiv besetzte Begriffe würden gegendert, bei Straftätern, Vergewaltigern oder Asylwerbern verschwinde das Binnen-I plötzlich. Sprache werde selektiv eingesetzt – nicht aus Respekt, sondern zur politischen Steuerung.

Schöllhammer ordnete ein: Das Gendern sei Teil eines breiteren Kulturkampfs, bei dem kleine, aber laute Minderheiten ihre Vorstellungen durchsetzen. Der Widerstand dagegen wachse jedoch spürbar.

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„Linke Gewalt wird verharmlost – und das ist brandgefährlich“

Deutlich emotionaler wurde Grosz beim Thema linksextreme Gewalt. Ausschreitungen in Italien, Angriffe auf Polizisten, Stromsabotage in Deutschland – für ihn kein Randphänomen, sondern ein systemisches Problem. Jeder Angriff auf Einsatzkräfte sei ein Angriff auf das staatliche Gewaltmonopol und damit auf die Verfassung selbst.

Besonders brisant: Während rechte Gewalt zu Recht scharf verurteilt werde, werde linke Gewalt oft als „zivilgesellschaftliches Engagement“ verharmlost – teils sogar durch staatlich finanzierte NGOs unterstützt.

Schöllhammer pflichtete bei: Eine Demokratie dürfe auf keinem Auge blind sein. Wer Extremismus je nach politischer Farbe unterschiedlich bewerte, untergrabe den Rechtsstaat.