Wie der VCÖ am Freitag unter Berufung auf Daten des Innenministeriums betonte, waren es 27 mehr als im Jahr 2024 und die höchste Zahl seit 2012. Insgesamt starben 2025 laut Zahlen des Innenministeriums 397 Menschen im Straßenverkehr. Der VCÖ forderte verstärkte Maßnahmen für ein seniorengerechtes Verkehrssystem.

Besonders hoch war laut der Mobilitätsorganisation die Zahl der Senioren, die als Fußgänger, E-Bike- oder Fahrradfahrer tödlich verletzt wurden. Im Jahr 2012 verloren 154 Senioren ihr Leben im Straßenverkehr. Die niedrigste Anzahl an älteren Verkehrstoten gab es in den Jahren 2021 mit 99 und 2017 mit 101.

Dreimal so viele Männer wie Frauen bei Unfällen getötet

Laut VCÖ ist auffallend, dass mit 110 dreimal so viele Männer der Generation 65 plus bei Verkehrsunfällen ums Leben kamen wie Frauen. Bei älteren Menschen ist zudem die Zahl der im Ortsgebiet tödlich Verletzten deutlich höher: Während insgesamt 26 Prozent der Verkehrsunfallopfer im Ortsgebiet zu verzeichnen waren, betrug der Anteil bei älteren Menschen 44 Prozent. „Das ist auf zwei Faktoren zurückzuführen: Im Alter nimmt der Anteil der im Wohnumfeld zurückgelegten Alltagswege zu und zweitens steigt der Anteil des Zu-Fuß-Gehens an der Mobilität. Für die Verkehrssicherheit von Seniorinnen und Senioren ist Verkehrsberuhigung und mehr Tempo 30 statt 50 im Ortsgebiet besonders wichtig“, betonte VCÖ-Expertin Katharina Jaschinsky.

Die meisten älteren Verkehrstoten waren Pkw-Insassen (52). Der VCÖ betonte, dass die Anzahl tödlicher Pkw-Unfälle mit dem verstärkten Ausbau des öffentlichen Verkehrs deutlich reduziert werden könne. Er plädierte auch dafür, Anreize zum Umstieg auf die Öffis zu schaffen. Vorgeschlagen wurde, dass Personen, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, drei Jahre lang kostenlos ein Bundesland-Klimaticket erhalten.

Die dritthöchste Opferzahl bei älteren Menschen verzeichneten im Vorjahr E-Bikes. 22 Seniorinnen und Senioren kamen damit ums Leben, sieben davon in Niederösterreich und sechs in Oberösterreich. Im Burgenland und in Wien gab es laut VCÖ keinen tödlichen E-Bike-Unfall der Generation 65 plus. Mit dem Fahrrad wurden 20 Seniorinnen und Senioren bei Verkehrsunfällen tödlich verletzt, die meisten davon in Niederösterreich und Salzburg mit jeweils fünf. VCÖ-Expertin Jaschinsky forderte mehr Tempo beim Radwegeausbau.