Der Fall rund um den Rücktritt von ORF-Generaldirektor Roland Weißmann spitzt sich weiter zu. Während die Compliance keine sexuelle Belästigung feststellen konnte, werden die Gerüchte über eine mögliche „Ibiza-Intrige“ im ORF – und die Frage, ob man Weißmann zum Rücktritt zwang – immer lauter. „Gab es andere Gründe, Weißmann aus dem Amt zu drängen?“, lautet derzeit mehrfach dieselbe Frage im Netz.

Schon in früheren Berichten war von anonymen Insider-Nachrichten und möglichen politischen Hintergründen die Rede. Auch Spekulationen über eine gezielte Intrige machten die Runde. Vor allem das Handeln des Stiftungsratsvorsitzenden Lederer lässt viele Fragen offen und steht in der Kritik (exxpress berichtete).

Weißmann-Klage könnte ORF Vermögen kosten

Parallel dazu zeichnet sich nun ein neuer Konflikt ab: Weißmann prüft offenbar rechtliche Schritte – und Experten gehen davon aus, dass ein möglicher Rechtsstreit den ORF über Jahre beschäftigen könnte. Im Raum stehen laut Berichten Forderungen von bis zu drei Millionen Euro, etwa für entgangene Gehälter bis zum regulären Pensionsantritt.

Arbeitsrechtsexperten sehen durchaus Chancen für den Ex-ORF-Chef. Gleichzeitig könnte ein solcher Prozess nicht nur finanziell teuer werden, sondern auch das Image des Senders nachhaltig beschädigen. Verfahren dieser Art ziehen sich oft über mehrere Instanzen – und damit über Jahre.

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