Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA am Samstag auch eine US-Militäreinrichtung attackiert. Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden, hieß es im staatlichen Rundfunk. Bahrain bestätigte die Angriffe. Unterdessen berichteten Augenzeugen, dass auch in Kuwait Sirenen zu hören seien.

Die Luftabwehr sei aktiviert, um die Geschosse abzufangen, teilte das israelische Militär mit. In Jerusalem und im Norden Israels heulten die Sirenen. Die Behörden sprachen von einem “äußerst ernsten” Alarm. Die Stadtverwaltung von Jerusalem schloss Schulen und Arbeitsstätten bis Montagabend. Nur als systemrelevant eingestufte Beschäftigte sollen demnach noch zur Arbeit kommen. Auch alle Veranstaltungen wurden untersagt. In Tel Aviv wurden Patientinnen und Patienten eines Krankenhauses in eine Tiefgarage verlegt.

Iranischer Präsident Pezeshkian "wohlauf"

Der iranische Präsident ist nach den Angriffen auf sein Land am Samstag Staatsmedien zufolge am Leben. Masoud Pezeshkian sei wohlauf, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA.

Explosionsgeräusche waren neben Teheran auch in Qom, Lorestan, Kermanshah, Karaj und Tabriz zu hören. Aus dem Land dringen Nachrichten kaum nach außen, Kontakte waren nicht zu erreichen. Das Internet wurde erneut massiv eingeschränkt. Es gab Medienberichten zufolge parallel zu den Militärangriffen auch landesweit Cyberangriffe auf iranische Infrastruktur.