Videoaufnahmen in sozialen Medien zeigen lodernde Flammen vor dem Fünf-Sterne-Haus. Ob das Hotel selbst oder nur der Bereich davor getroffen wurde, blieb zunächst unklar.

Journalisten vor Ort berichteten von chaotischen Szenen. Eine Reporterin der Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb auf der Plattform X: „Unser Gebäude in Dubai wurde gerade von Bombenexplosionen erschüttert. Was vor einigen Monaten noch wie eine ferne Möglichkeit schien, ist nun Realität geworden. Es ist verrückt.“ Auch die Agentur AFP meldete Rauch und Explosionen in der Stadt.

Nach Angaben der Behörden in Dubai wurden vier Menschen verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Der Brand sei inzwischen unter Kontrolle, hieß es. „Die Behörden ergreifen weiterhin alle notwendigen Maßnahmen, um die Öffentlichkeit zu schützen“, teilte das Medienbüro der Stadt mit. Das Verteidigungsministerium der VAE erklärte, das Land habe eine Welle iranischer Raketen und Drohnen abgefangen, wobei Trümmerteile auf Gebiete in Abu Dhabi und Dubai gefallen seien.

Der Angriff ist Teil einer eskalierten Konfrontation im Nahen Osten. Iran reagierte damit auf massive Luftschläge der USA und Israels gegen Teheran, die US-Präsident Donald Trump als Operation „Epic Fury“ (Gewaltiger Zorn) bezeichnete. Trump hatte grünes Licht für die Angriffe gegeben und erklärte: „Seit 47 Jahren hat das iranische Regime ‚Tod Amerika‘ skandiert und einen endlosen Feldzug des Blutvergießens geführt. Es war Massenterror, und wir werden das nicht länger hinnehmen.“ Er gab dem Islamischen Revolutionsgarde-Korps (IRGC) ein Ultimatum: „Legt eure Waffen nieder“ oder „stellt euch dem sicheren Tod“.

Auch Influencer berichten von Raketenbeschuss

Auch deutsche Prominente in Dubai spürten die Spannungen. TV-Moderator Dr. Johannes Wimmer sagte der Bild: „Ich habe heute acht-, neunmal gehört, wie Raketen abgefangen wurden. Eine davon direkt über mir. Das ist schon unheimlich. Zu dem Wumms, den ich jedes Mal gehört habe, passt die kleine weiße Wolke, die man anschließend am Himmel sieht, überhaupt nicht.“ Er fügte hinzu: „Hier geht keiner in einen Schutzraum. Hier herrscht ein Grundvertrauen in die Abwehrsysteme. Und auch ich fühle mich sicher.“

Influencerin Yvonne Bar äußerte: „Wir machen uns alle Sorgen. Ich bin in Dubai, habe bisher nichts gespürt, aber es ist ein sehr beunruhigendes Gefühl. Es wurden ja schon Raketen über Dubai abgefangen.“ Rocco Pooth, Sohn von Verona und Franjo Pooth, war ohne Eltern vor Ort. Die Familie berichtete, die Lage sei zunächst ruhig gewesen, bevor der Hotelbrand ausbrach.

Die Eskalation erfasst die gesamte Region. In Bahrain wurde das Hauptquartier der 5. US-Marineflotte attackiert; Rauchwolken stiegen auf. Iranische Raketen zielten auf US-Basen in mehreren Golfstaaten, darunter Bahrain, Katar und Kuwait. In Kuwait traf eine Drohne den Internationalen Flughafen, verletzte mehrere Angestellte und beschädigte Terminal 1. Die Behörden dort betonten: „Die Situation ist vollständig unter Kontrolle der zuständigen Behörden im Land, und die Sicherheit der Reisenden und Arbeiter hat höchste Priorität.“

Die Flughäfen gerieten derweil ins Chaos. Dubais Internationaler Flughafen wurde lahmgelegt, Hunderte Passagiere strandeten. Emirates setzte alle Flüge von und nach Dubai aus, da Lufträume in der Region geschlossen wurden. Das Medienbüro Dubais bestätigte die Unterbrechung an den beiden großen Flughäfen; der Luftraum sei als „Vorsichtsmaßnahme“ gesperrt. Auch Bahrain, Katar, Israel, Iran und Irak schlossen ihre Lufträume vorübergehend. Die Lufthansa strich alle Verbindungen nach Dubai für Samstag und Sonntag sowie nach Tel Aviv, Beirut und Oman bis 7. März. Andere Airlines wie British Airways, Qatar Airways und Virgin Atlantic folgten mit Streichungen und Umleitungen.

Das deutsche Auswärtige Amt verschärfte seine Reisehinweise massiv und warnt nun vor Reisen in die VAE sowie in Israel, Libanon, Jordanien, Syrien, Irak, Iran, Bahrain, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien, Katar und Jemen. Die irische Botschaft riet Landsleuten, in Deckung zu bleiben und Behördenanweisungen zu folgen. In Israel gilt der Ausnahmezustand, Schulen sind geschlossen, Zivilisten sollen Schutz suchen. Experten warnen, die „großen Kampfoperationen“ könnten Tage andauern und den Nahen Osten an den Rand eines umfassenden Krieges bringen.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partner-Portal NiUS erschienen.