„Das Privatleben gehört einem selbst"
Dabei begann das Gespräch sachlich. Kern sprach über sein gescheitertes Polit-Comeback – er trat beim SPÖ-Parteitag trotz wochenlangen Spekulationen doch nicht gegen Andrew Babler an –, räumte ein, in der Privatwirtschaft „signifikant” mehr zu verdienen als einst als Kanzler, und wies den Vorwurf des politischen „Glaskinns” zurück.
Doch dann lenkte Budgen das Gespräch gezielt in Richtung Privatleben. „Ich habe Sie natürlich gegoogelt – und ganz oben taucht immer wieder Ihre angebliche Verbindung zu Verena Altenberger auf. Wie schaut es denn jetzt wirklich aus?”, wollte der Moderator wissen.
Kerns Antwort war bestimmt: „Erstens möchte ich dieses Gerücht nicht kommentieren. Das Privatleben gehört einem selbst. In meinem Freundeskreis kennt jeder meine Lebensverhältnisse.” Für Familienmitglieder, betonte er, wolle er nicht, „dass sie mit denselben Mechanismen umgehen müssen.”
Fünftes Kind mit über 60 – kein Dementi
Auch bei der nächsten, noch delikateren Frage blieb Kern seiner Linie treu. Budgen hatte sich nach eigenen Angaben vorab extra das Okay für eine persönliche Frage geholt – und gratulierte dem Ex-Kanzler zur angeblichen Geburt seines fünften Kindes im April.
Ein Dementi? Fehlanzeige. Kern wolle sich dazu nicht äußern, seine Familie und Freunde wüssten über sein Leben Bescheid – das war alles. Dabei ist Kerns heutige Zurückhaltung das Ergebnis eines Lernprozesses. Nach zwei Ehen – zuletzt trennte er sich 2022 nach rund 20 Jahren von Unternehmerin Eveline Steinberger-Kern – hat er eine klare Schlussfolgerung gezogen: „Wenn du die Öffentlichkeit in dein Privatleben lässt, dann hast du sie im Guten wie auch in den weniger guten Zeiten. Und das will man sich lieber ersparen.”
Damit harmoniert er bestens mit Altenberger selbst: Auch die 38-jährige Burghausschauspielerin betonte zuletzt im großen Ö3-Interview mit Claudia Stöckl, Privates absolut privat zu halten. Ihr Satz damals: „Wenn sich zwei Menschen lieben, dann müssen es genau diese zwei Menschen wissen.”
Das beredteste Statement des Nachmittags blieb damit das Schweigen des Altkanzlers – auf alle entscheidenden Fragen.

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