KiK schließt 9 Filialen in Österreich: 50 Standorte in Europa weg
Der Textildiscounter KiK steht vor einem großen Einschnitt: In Österreich werden neun Standorte geschlossen, europaweit sind es 50 Filialen. Den Beschäftigten sollen dennoch Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten geboten werden.
Der Textildiskonter KiK passt sein Filialnetz an – auch in Österreich müssen Standorte schließen.IMAGO/imagebroker
Der deutsche Textildiskonter KiK hatte bereits im Herbst angekündigt, unrentable Standorte schließen zu wollen. Nun steht fest: 50 Filialen in Europa werden geschlossen, davon 25 in Deutschland. Auch Österreich ist betroffen. Während der Sparkurs Realität wird, verspricht das Unternehmen zugleich Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten für die Belegschaft.
Neun Filialen in Österreich vor dem Aus
Laut Unternehmensangaben betreibt KiK in Österreich mehr als 220 Filialen. Neun davon sollen im Laufe des ersten Quartals 2026 schließen. Gleichzeitig ist eine Neueröffnung geplant, wie die Krone unter Verweis auf KiK Österreich berichtet.
Welche Standorte konkret betroffen sind, bleibt vorerst offen. In einer Aussendung heißt es: „Insgesamt sind unsere Planungen bezüglich der weiteren Ausgestaltung unseres Filialnetzwerks noch nicht abgeschlossen.“ Europaweit werden 50 Filialen geschlossen, davon 25 in Deutschland. Der Rest verteilt sich auf weitere Länder.
Mitarbeiter sollen nicht um Jobs fürchten
Laut Unternehmen gibt es für die Beschäftigten keinen Grund zur Sorge. Bereits im Herbst betonte KiK: „Aufgrund unseres dichten Filialnetzes und unserer starken Präsenz in der Fläche bieten wir jederzeit Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung.“
KiK gehört zum Tengelmann-Konzern und beschäftigt insgesamt rund 32.000 Menschen, davon etwa 19.000 in Deutschland und über 1.000 in der Zentrale. In Österreich arbeiten ebenfalls zahlreiche Mitarbeiter in den mehr als 220 Filialen.
Härteres Marktumfeld setzt Diskonter unter Druck
KiK nannte bereits im Herbst veränderte Rahmenbedingungen im Handel als Grund für die Schließungen. Das Unternehmen sieht ein „zunehmend härter umkämpftes Marktumfeld“, anhaltende Inflation, spürbare Kaufzurückhaltung sowie zeitweise beeinträchtigte Lieferketten.
Diese Entwicklungen seien auch an KiK nicht spurlos vorübergegangen. Daher sei eine „Anpassung des Filialportfolios“ nötig. Das Ziel besteht darin, das Unternehmen so weiterzuentwickeln, dass es auch unter herausfordernden Marktbedingungen „zukunftssicher und wettbewerbsfähig“ bleibt.
Gleichzeitig betonte der Discounter, dass der Großteil der rund 4.200 Filialen in 14 europäischen Ländern profitabel arbeite. Auch künftig will man neue Standorte eröffnen.
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