Knallhart-Ansage nach dem MERCOSUR-Hammer: Bauernbund fordert sofortige Herkunftskennzeichnung und Importstopp
Brüssel hat geliefert. Und das gegen den massiven Widerstand der Bauern. Das hochumstrittene Freihandelsabkommen MERCOSUR wurde von der EU durchgepeitscht. Gegen den Willen ganzer Mitgliedsstaaten wie Frankreich, Polen und auch Österreich. Gegen den lautstarken Protest der europäischen Landwirtschaft.
Doch jetzt kommt der Konter. Und der fällt unmissverständlich aus.
Der Präsident des Österreichischen Bauernbundes, Georg Strasser, zieht die Notbremse. In der ZIB 2 am Donnerstag richtet er eine klare Kampfansage: Lebensmittel müssen endlich klar und verpflichtend gekennzeichnet werden – und Ramschimporte müssen gestoppt werden.
Bauern schlagen zurück
Während Billigimporte aus Südamerika den europäischen Markt überschwemmen sollen, pocht der Bauernbund auf Transparenz für Konsumenten und Fairness für heimische Betriebe.
Doch damit nicht genug: Strasser fordert auch einen Importstopp für Lebensmittel, die nicht unter den strengen EU-Standards produziert wurden. Kein Platz mehr für Ware, die heimische Bauern aus dem Markt drängt – während diese selbst unter höchsten Auflagen produzieren müssen.
Breite Front hinter dem Bauernbund
Mit dieser Forderung steht Strasser nicht allein. Auch Konsumentenschützer und die Grünen unterstützen die Herkunftskennzeichnung. Vor allem aber formiert sich eine breite Front innerhalb der Volkspartei: Eine geschlossene Phalanx an ÖVP-Mandataren stellt sich hinter den Bauernbund.
Mit dabei: LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger und LK-NÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager, die mächtigen Bauernbünde aus Tirol, Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark. Unter anderem, EU-Bauernvertreter Alexander Bernhuber, der steirische Bauernkammerchef Andreas Steinegger oder NÖ-Bauernbunddirektor Paul Nemecek und weitere zahlreiche weitere gewichtige Stimmen aus Agrar- und Landespolitik.
Jetzt zählen nur noch Taten
Herkunftskennzeichnung und Importstopp sind keine neuen Versprechen. Die Herkunftskennzeichnung war bereits im letzten Regierungsprogramm verankert. Auf EU-Ebene wird seit Jahren darüber verhandelt. Passiert ist wenig bis nichts.
Für die Bauern ist klar: Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Nach dem MERCOSUR-Deal wächst der Druck massiv. Die Frage ist nicht mehr, ob die Herkunftskennzeichnung kommt, sondern wer den Mut hat, sie endlich durchzusetzen.
Eines ist sicher: Die Bauern haben genug. Und sie werden laut bleiben. Es dürfte ein heißer politischer Winter werden.
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