Kurioser Zwischenfall: Wegen eines Laptops muss Flugzeug umkehren
Auf dem Weg von Washington-Dulles nach Genf musste ein Flug von United Airlines umdrehen – der Auslöser: ein Laptop, der in der Kabine nicht nur herunterfiel, sondern komplett verschwand.
Das Gerät rutschte entlang einer Seitenwand nach unten und landete im Frachtraum. Und weil es nicht einfach „nur“ verloren war, sondern eingeschaltet, blieb die Sache nicht bei einem Schulterzucken. Wie 20 Minuten berichtete, kehrte die Boeing 767 Rund eine Stunde nach dem Start um und setzte kurz darauf in Newark zur außerplanmäßigen Landung an.
„Kleine Situation“ – großer Effekt
Der Ablauf erinnert an einen Vorfall aus Oktober 2025, bei dem ein Pilot per Funk meldete:
„Wir haben hier eine kleine Situation mit einem Fluggast. Irgendwie hat er einen eingeschalteten Laptop entlang einer Seitenwand hinunter in den Frachtraum fallen lassen.“
Die Antwort aus dem Tower war ebenso verblüfft wie legendär:
„So etwas habe ich noch nie gehört.“
Jetzt ist das Szenario erneut Realität – diesmal auf der Strecke nach Genf.
Techniker holen den Computer aus dem Bauch der Maschine
Nach der Landung in Newark wurde der Laptop von Technikern geborgen. United Airlines bestätigte den Vorfall. Brisant: Es blieb nicht bei diesem einen Ereignis. Ein weiteres Flug-Portal berichtet von einem dritten ähnlichen Fall in kurzer Zeit. Damit wird aus einem kuriosen Einzelfall plötzlich ein Muster, das man nicht mehr ignorieren kann.
Der Spalt, der alles erklärt
Wie kann ein Laptop überhaupt in den Frachtraum rutschen? Die Spur führt direkt in die Business-Class der Boeing 767. Dort gibt es zwischen den Sitzen und der Kabinenwand einen Spalt. Abgedeckt ist er mit Schaumstoffstreifen. Am Boden sitzt zusätzlich ein Gitter, das Kabine und Laderaum voneinander trennt.
Und genau dieses Konstruktionsdetail wird offenbar zur Falle: Passagiere nutzen den Schaumstoffstreifen als Ablagefläche für Laptops. Dann passiert das, was in der Luftfahrt niemand brauchen kann: Der Streifen verschiebt sich.
Warum? Unklar. Vielleicht hielt das Material dem Gewicht schlicht nicht stand. In den bekannten Fällen dürfte sich nicht nur der Streifen bewegt haben – auch das Gitter am Boden muss sich verschoben haben. Erst dann kann der Laptop komplett durchrutschen und im Frachtraum verschwinden.
Wenn aus „kurz ablegen“ ein Umkehrflug wird
Was am Sitzplatz wie eine harmlose Improvisation wirkt, hat am Ende echte Folgen: Statt Genf stand Newark auf dem Programm. Für Passagiere heißt das: Verspätung, Umplanung, Stress – und eine Story, die man am Gate garantiert noch Tage später erzählt.
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