Die Betrugsmasche bestand darin, dass ein sogenannter Lockvogel sich auf Social Media als UNO-Arzt im Jemen ausgab und Frauen um den Finger wickelte. Doch bevor es zu einem Treffen kommen konnte, sollten sie ihn aus einer angeblichen Notlage freikaufen, berichtet die Krone.

Zwischen März und September 2025 wurden so zwei Frauen aus Gänserndorf (Niederösterreich) und dem Innviertel (Oberösterreich) um insgesamt 397.825 Euro betrogen. Das Geld wurde sowohl überwiesen als auch in bar abgeholt – von einer anderen Frau sowie einem Mann. Es dürfte sich bei den beiden um Geldkuriere handeln, die das Geld abgeholt und an andere Täter weitergeschickt haben.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Trotz der Vorwürfe bestritten beide Tatverdächtige ihre Beteiligung am Betrug. Dank ausgewerteter Handydaten lag den Ermittlern jedoch belastendes Material vor. Das Urteil fiel schnell: Die 26-jährige Frau wurde zu sechs Monaten Haft verurteilt, während der 48-jährige Komplize freigesprochen wurde – noch nicht rechtskräftig. Die Frau, die sich selbst als Prostituierte bezeichnet, saß bereits in Untersuchungshaft und hatte ein Monatseinkommen von 6.000 Euro. Der Mann bezieht Sozialhilfe und zahlt Unterhalt für zwei Kinder.