Mars-Fund sorgt für Aufsehen: Ein Hinweis auf mögliches Leben?
Neue Daten vom Roten Planeten lassen aufhorchen: Unter der Marsoberfläche wurden Strukturen entdeckt, die das Bild der Vergangenheit des Planeten verändern könnten – und die Hoffnung auf früheres Leben stärken.
Der NASA-Rover „Perseverance“ hat auf dem Mars eine überraschende Entdeckung gemacht. Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, stieß das Bodenradar des Rovers mehr als 35 Meter unter der Oberfläche auf ein bislang unbekanntes, begrabenes Delta im Jezero-Krater. Die Daten deuten auf Spuren eines früheren Wassersystems hin.
Besonders brisant: Diese Strukturen könnten deutlich älter sein als bisher bekannte Ablagerungen an der Oberfläche. Forschende gehen davon aus, dass sie bereits vor 3,7 bis 4,2 Milliarden Jahren entstanden sind – also zu einer Zeit, in der der Mars möglicherweise deutlich lebensfreundlicher war.
Alte Wasserspuren stärken Hoffnung auf früheres Leben
Wie auch Focus Online mit Verweis auf die in Science Advances veröffentlichte Auswertung berichtet, zeigen die Messungen typische geneigte Sedimentschichten, wie sie für Deltas charakteristisch sind. Solche Strukturen entstehen auf der Erde meist in langanhaltenden Wasserumgebungen.
Damit verschiebt sich das Zeitfenster für mögliche Lebensbedingungen weiter in die Vergangenheit. Die Forscher sehen darin eine bessere Chance, in den gesammelten Gesteinsproben Biosignaturen zu finden – also chemische Spuren früherer Lebensformen.
Auch andere Missionen liefern Hinweise darauf, dass Wasser auf dem Mars einst weiter verbreitet war. So wurden in anderen Regionen unterirdische Sedimentstrukturen und mögliche eisreiche Ablagerungen beschrieben.
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