Mehrheit der Deutschen gegen strengen Klima-Kurs
Die Deutschen wollen beim Klimaschutz offenbar einen langsameren Kurs. Laut Umfrage spricht sich eine klare Mehrheit dafür aus, die Klimaneutralität erst 2050 zu erreichen und damit vom bisherigen deutschen Ziel abzurücken.
Eine Mehrheit der Deutschen plädiert laut einem Medienbericht dafür, dass Deutschland seine Klimaziele um fünf Jahre verschiebt. Laut einer von Bild beauftragten Umfrage des Instituts INSA, sprechen sich 53 Prozent der Befragten dafür aus, dass Deutschland erst 2050 klimaneutral werden soll. 32 Prozent der Bundesbürger sagten demnach, die Bundesregierung aus der konservativen Union (CDU/CSU) und Sozialdemokraten (SPD) solle an ihrem Klimaziel 2045 festhalten.
Bei den befragten CDU/CSU-Wählern waren dem Vorabbericht zufolge 66 Prozent für eine Verschiebung der Klimaziele. Dagegen waren 24 Prozent. Bei der rechtspopulistischen AfD wollten laut der Umfrage 60 Prozent der Wähler eine Verschiebung, dagegen waren 26 Prozent. 54 Prozent der SPD-Wähler waren demnach ebenfalls für eine Verschiebung, 30 Prozent dagegen. 65 Prozent der Grünen-Wähler und 51 Prozent der Linke-Wähler wollten der Umfrage zufolge am Klimaziel 2045 festhalten.
Bereits 2045 klimaneutral?
Laut dem Klimaschutzplan der Bundesregierung soll Deutschland bereits 2045 klimaneutral sein. Die EU will die Klimaneutralität 2050 erreichen. INSA befragte vom 27. Februar bis 2. März 2026 insgesamt 1001 Wahlberechtigte. Die Frage lautete: “Deutschland will 2045 klimaneutral sein, das EU-Ziel sieht erst 2050 vor. Sollte Deutschland statt 2045 ebenfalls erst 2050 klimaneutral sein?”
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