Mekka-Verdächtiger: Behörden prüfen Verbindungen zu Taylor-Swift-Konzerten in Wien
Hasan E., der im Bezirk Bruck an der Leitha aufgewachsen ist, steht im Verdacht, einen religiös motivierten Terroranschlag in Saudi-Arabien verübt zu haben. Dem 21-Jährigen wird vorgeworfen, am 11. März 2024 im Bereich der Al-Haram-Moschee in Mekka, dem wichtigsten Heiligtum des Islam, mit einem Messer auf einen staatlichen Sicherheitsbeamten losgegangen zu sein.
Dabei sollen insgesamt fünf Menschen verletzt worden sein. Der Angreifer konnte noch am Tatort überwältigt werden und sitzt seither im Hochsicherheitsgefängnis Dhahban. Angesichts der strengen Anti-Terror-Gesetze in Saudi-Arabien steht eine mögliche Todesstrafe im Raum. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Hasan E. womöglich Teil eines Netzwerks
Parallel zu den Ermittlungen in Saudi-Arabien wurden auch in Österreich umfangreiche Untersuchungen aufgenommen. Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass Hasan E. Teil eines islamistischen Netzwerks war, das sich in Ostösterreich gebildet hatte. Zu diesem Kreis soll auch der gleichaltrige Beran A. gehören, der seit Sommer 2024 in Wien in Untersuchungshaft sitzt, berichtet oe24. Ihm wird vorgeworfen, einen Anschlag auf Konzerte von Taylor Swift geplant zu haben.
Ermittler gehen davon aus, dass sich Hasan E. und Beran A. spätestens seit Mai 2023 kannten und in regelmäßigem Kontakt standen. Ab Februar 2024 sollen sie gemeinsam mit einem dritten mutmaßlichen IS-Anhänger – einem slowakischen Staatsbürger mit türkischem Hintergrund – Anschläge an mehreren Orten geplant haben. Neben Mekka sollen auch Dubai und Istanbul Ziele gewesen sein. Während Hasan E. seine Tat ausführte, scheiterten die mutmaßlichen Pläne in den beiden anderen Städten.
Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte laut einem Bericht des Magazins profil, dass gegen zwei mutmaßliche Komplizen von Hasan E. wegen terroristischer Vereinigung und Beteiligung an einem versuchten terroristischen Mord ermittelt wird. Auch hier gilt für alle Beschuldigten die Unschuldsvermutung.
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