Laut Armeeangaben befanden sich 125 Menschen an Bord der Transportmaschine. Zu den Todesopfern zählten 58 Soldaten, sechs Angehörige der kolumbianischen Luftwaffe und zwei Polizeibeamte.

Laut General Carlos Fernando Silva Rueda befanden sich 114 Soldaten und elf Besatzungsmitglieder an Bord des Flugzeugs. Verteidigungsminister Pedro Sánchez teilte in „tiefer Trauer” mit, dass die Transportmaschine vom Typ Herkules C-130 im Süden des Landes verunglückt sei.

Explosion über Wald: Augenzeugen berichten von dramatischen Sekunden

Die Maschine stürzte am Montag gegen 10:00 Uhr Ortszeit (16:00 Uhr MEZ) kurz nach dem Start in Puerto Leguízamo nahe der Grenze zu Peru und Ecuador ab. Sánchez sprach von einem „zutiefst schmerzlichen Ereignis” für Kolumbien.

Auf Fotos der Nachrichtenagentur AFP waren die Trümmer des ausgebrannten Flugzeugs in einem Waldgebiet zu sehen. Bauern aus der Gegend berichteten, sie hätten einen „Knall” gehört. „Ich spürte eine Explosion in der Luft, und als ich hinschaute, flog das Flugzeug schon dicht an meinem Haus vorbei”, sagte der Bauer Noé Mota.

Keine Hinweise auf Angriff

Die Absturzursache sei noch nicht bestätigt, doch es gebe „keine Hinweise auf einen Angriff durch illegale Akteure”, erklärte Sánchez. In der Grenzregion kämpfen die Armee Kolumbiens und die Armee Ecuadors gegen Drogenkartelle und Milizen.

Präsident Gustavo Petro sprach im Onlinedienst X von einem „schrecklichen Unfall, der nicht hätte passieren dürfen”. Er wies auf die Notwendigkeit hin, die Militärflotte zu modernisieren. Der Präsident postete ein Video, in dem zu sehen ist, wie das Flugzeug versucht, an Höhe zu gewinnen, bevor es zu Boden stürzt.

Ende Februar war in Bolivien ebenfalls ein Hercules-Transportflugzeug abgestürzt. Dabei kamen mindestens 24 Menschen ums Leben.