Bereits Ende 2025 hatte Eterna ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Zu diesem Zeitpunkt bestand noch Hoffnung, den Betrieb im Rahmen eines Investorenprozesses zu erhalten. Nach Unternehmensangaben hatten sich zunächst mehr als zwanzig Interessenten gemeldet.

Im Verlauf des Verfahrens zog sich jedoch ein potenzieller Käufer nach dem anderen zurück. Letztlich war keiner der Interessenten bereit, ein Angebot für die Übernahme des gesamten Unternehmens vorzulegen. Der Gläubigerausschuss stimmte deshalb der Abwicklung des Betriebs zu. Lediglich für den Markennamen „Eterna“ fand sich ein Käufer. Wer künftig hinter der Marke stehen wird, ist bislang jedoch noch nicht bekannt.

Ein Unternehmen mit langer Geschichte

Die Wurzeln von Eterna reichen bis ins Jahr 1863 zurück. Über Generationen hinweg entwickelte sich der Hersteller zu einer bekannten Größe im Bereich hochwertiger Business-Hemden. Insbesondere unter Büroangestellten und Führungskräften genossen die Produkte einen guten Ruf.

Zuletzt arbeiteten rund 400 Menschen am Hauptsitz in Passau. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen vor der Insolvenz noch knapp 900 Mitarbeiter.

Schwierige Rahmenbedingungen in der Modebranche

Die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen Eterna konfrontiert war, spiegeln die Situation vieler Modeunternehmen wider. In den vergangenen Jahren hat sich das Marktumfeld deutlich verschärft.

Nach Angaben des Unternehmens gingen die Umsätze im Zuge der schwachen Konjunktur zurück, während gleichzeitig die Kosten für Personal, Energie und andere betriebliche Ausgaben deutlich anstiegen.

Hinzu kamen strukturelle Veränderungen im Konsumverhalten. Während der Corona-Pandemie brach die Nachfrage nach klassischer Businesskleidung ein – ein Trend, der viele Anbieter von Anzügen und Hemden hart traf.

Schon damals erklärte das Unternehmen: „Umsätze sind angesichts der schwachen Konjunktur rückläufig, die Kosten für Gehälter, Energie und anderes sind indes gestiegen.“

Schließung bis Sommer geplant

Nach Zustimmung des Gläubigerausschusses wird die Abwicklung des Unternehmens vorbereitet. Die vollständige Schließung soll bis zum Sommer 2026 erfolgen. Ein exaktes Datum für das endgültige Ende des Betriebs wurde bislang jedoch nicht genannt.