Unter den Anwesenden befanden sich mehrere Angehörige und Verwandte sowie eines der überlebenden Opfer. Diana Forte, stellvertretende Missionschefin der italienischen Botschaft in der Schweiz, nahm ebenfalls an der Zeremonie teil.

Sie wolle erneut die Solidarität und Anteilnahme Italiens gegenüber den Angehörigen der Opfer – sowohl der Verstorbenen als auch der Verletzten – zum Ausdruck bringen. “Für uns ist es sehr wichtig zu zeigen, dass wir nach wie vor da sind, so wie seit den ersten Tagen”, erklärte Forte.

Eine Schweigeminute zum Gedenken an die 41 Verstorbenen und 115 Verletzten beendete die Zeremonie. Die Veranstaltung stand im Zeichen der “Andacht, des Miteinanders und der Erinnerung”, wie es auf einem Flyer hieß, der seit Tagen in sozialen Medien Verbreitung gefunden hatte.

Treffen der Staatsanwaltschaften am kommenden Donnerstag

Indes wurde am Samstag bekannt, dass am kommenden Donnerstag ein italienischer Staatsanwalt in Bern die Walliser Staatsanwaltschaft treffen wird, um die Details der Zusammenarbeit der beiden Staatsanwaltschaften bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe zu klären. Zudem sollen die in der Schweiz und in Italien anhängigen Strafverfahren koordiniert werden. Die Möglichkeit einer gemeinsamen Ermittlungsgruppe steht im Raum.

Hintergrund ist ein Ersuchen der Staatsanwaltschaft Rom an die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis um Zugang zu Beweismitteln. Ohne die Beweismittel der Schweizer Anklagebehörde ließe sich in Italien kein eigenes Strafverfahren führen, hieß es. Weil auch italienische Staatsbürger von der Brandkatastrophe betroffen waren, ist die italienische Justiz verpflichtet, ein eigenes ein Strafverfahren zu eröffnen.