Nach Brandstiftung in Spanien: Drei Frauen tot
Drei tote Frauen und mehrere Verletzte nach Brandstiftung: Ein Fall von Gewalt gegen Frauen hat in Spanien für Erschütterung gesorgt. In der nordwestlichen Region Kastilien-León kamen in der Nacht zum Mittwoch bei einem Brand in der Stadt Miranda de Ebro drei Frauen ums Leben, darunter die Ex-Partnerin des mutmaßlichen Täters, ihre Mutter und eine weitere Bewohnerin.
Zudem wurden vier Menschen verletzt, darunter zwei Kinder im Alter von sieben und elf Jahren.
Laut einem Bericht der Zeitung El País aus Ermittlerkreisen handelt es sich bei den Opfern um eine 24-jährige Kolumbianerin sowie zwei Spanierinnen im Alter von 58 und 78 Jahren. Rettungskräfte teilten mit, dass zwei Frauen bei ihrem Eintreffen am Tatort bereits tot waren, die dritte Frau starb demnach im Krankenhaus.
Verdächtiger stellte sich der Polizei
Wie die Regionalregierung mitteilte, stellte sich der Verdächtige am Mittwoch der Polizei und ist seitdem in Gewahrsam. Der Mann war der Polizei bereits bekannt. Laut Medienberichten hatte er bereits zuvor Haftstrafen wegen Gewalt gegen eine Frau sowie wegen sexuellen Missbrauchs eines Mädchens verbüßt.
Innenminister Fernando Grande-Marlaska sprach von einem „äußerst verabscheuungswürdigen” Fall „geschlechtsspezifischer Gewalt”. Die zuständige Behörde der Zentralregierung in Madrid teilte mit, sie trage Informationen zu dem Fall zusammen.
In Spanien ist Gewalt gegen Frauen in Partnerschaften ein Dauerthema. Die Politik geht seit langem aktiv dagegen vor. Vor rund 20 Jahren verabschiedete das südeuropäische Land ein in Europa wegweisendes Gesetz zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.
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