Nacktmassage im Königshaus: Masseurin schildert Treffen mit Andrew
Maxwell als Vermittlerin, Epstein im Raum – und eine Nacktmassage im Buckingham Palace. Ein alter Bericht bringt Prinz Andrew erneut in Erklärungsnot: Bezahlt wurde per Scheck vom Königshaus.
Neue alte Enthüllungen sorgen erneut für Schlagzeilen rund um Prinz Andrew. Ein Interview aus dem Jahr 2019 mit der britischen Daily Mail rückt wieder ins Rampenlicht. Darin schildert die professionelle Masseurin Monique Giannelloni ein brisantes Detail aus dem Jahr 2000: eine private Nacktmassage im Buckingham Palace – bezahlt per Scheck vom Palastkonto.
„Sehr nett und sehr gentlemanlike“
Giannelloni war damals 36 Jahre alt. Sie wurde, wie sie berichtet, von Ghislaine Maxwell empfohlen – der langjährigen Vertrauten des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Gegenüber der Daily Mail schilderte die Südafrikanerin, sie sei ohne Sicherheitskontrolle in den Buckingham Palace gelangt. Im Palast sei sie in Andrews Zimmer geführt worden. Dort habe er in einem Bademantel auf sie gewartet.
Über den Moment, als er sich im Badezimmer auszog, sagte sie: „Ich wandte meinen Blick ab und war ziemlich verlegen.“
Trotz der anfänglichen Unsicherheit habe sie während der Massage keine Probleme gehabt. Andrew sei „sehr nett und sehr gentlemanlike“ gewesen.
Sie betont: „Ich habe ihn nur einmal massiert.“
Schmuggel in den Palast?
Laut ihren Aussagen sei sie regelrecht „in die königliche Residenz geschmuggelt worden“. Wie genau das organisiert wurde, bleibt offen. Sie selbst erklärt, sie habe nicht gewusst, wie Ghislaine Maxwell ursprünglich an ihre Kontaktdaten gekommen sei.
„Zu diesem Zeitpunkt hatte ich viele hochkarätige Kunden, und alles lief über Mundpropaganda, daher habe ich keine Ahnung, wie sie ursprünglich an meine Nummer gekommen ist“, sagte sie der Zeitung.
Der erste Kontakt sei über Maxwells Sekretärin in New York zustande gekommen. Am nächsten Morgen habe sie Maxwell persönlich getroffen – auch Jeffrey Epstein sei anwesend gewesen.
Über diese Begegnung berichtet sie: „Sie sprachen darüber, eine Insel für etwa 20 Millionen Pfund zu kaufen, was ich sehr seltsam fand, und es war unangenehm, dass Epstein einfach nur da stand.“
„Berühmter als Gott“
Während eines Treffens habe Maxwell zu ihr gesagt: „Ich werde Ihnen jemanden vorstellen, der berühmter ist als Gott.“
Kurz darauf sei der Anruf aus dem Umfeld von Prinz Andrew gekommen – mit der Einladung in den Buckingham Palace.
Dort angekommen, habe sie ihre Arbeit verrichtet. Ungewöhnlich sei lediglich gewesen, „dass er das Handtuch sehr schnell abgenommen hat“, so Giannelloni. Weitere Auffälligkeiten habe sie nicht bemerkt.
Bezahlt vom Königshaus
Besonders brisant: Die Massage wurde nicht bar bezahlt. Stattdessen erhielt Giannelloni einen Scheck über 75 Pfund.
Der Daily Mail lag dieser Scheck vor. Unterzeichnet wurde er von Charlotte Manley, der damaligen persönlichen Assistentin von Andrew. Ausgestellt wurde er vom Coutts-Konto der königlichen Familie.
Umgerechnet entsprach der Betrag damals rund 180 Franken.
Dass eine private Massage im Buckingham Palace über ein offizielles Konto der Royals abgewickelt wurde, wirft Fragen auf – insbesondere vor dem Hintergrund der engen Verbindungen zwischen Andrew, Maxwell und Epstein.
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