Neue Details zum Mord am Friedhof: 64-Jährige war wohl Zufallsopfer
Es gibt neue schreckliche Details zur Bluttat von Penzing: Die mutmaßliche Mörderin soll ihr Opfer willkürlich ausgewählt haben. Sie kannte die 64-jährige Friedhofsbesucherin nicht. Die 14-jährige Tatverdächtige soll geständig sein, ein Motiv konnte sie jedoch nicht nennen.
Am Friedhof Baumgarten in Wien-Penzing wurde eine 64-jährige Besucherin tödlich mit einem Messer attackiert.APA/MAX SLOVENCIK
Die grausame Gewalttat am Friedhof Baumgarten erschüttert Wien weiterhin. Nach dem Messerangriff auf eine 64-jährige Besucherin verdichten sich die Hinweise, dass es sich um ein reines Zufallsopfer gehandelt hat. Die mutmaßliche Täterin, ein erst 14 Jahre altes Mädchen, soll bei ihrem nächtlichen Verhör geständig gewesen sein. Einen konkreten Grund für die Tat habe sie jedoch nicht genannt.
Wie die Krone berichtet, kannte die Jugendliche ihr späteres Opfer nicht. Demnach sei es die „pure Lust am Töten“ gewesen. Die Polizei geht inzwischen auch nicht mehr von einem ausgearteten Raubversuch aus. Ein psychiatrisches Gutachten soll in Auftrag gegeben werden.
Mehr als fünf Stiche mit Taschenmesser
Weitere Details zeichnen ein besonders brutales Bild der Tat. Demnach soll die 14-Jährige ein Taschenmesser bei sich getragen und damit weit mehr als fünf Mal auf die 64-Jährige eingestochen haben. Die Frau erlag ihren schweren Verletzungen.
Wenig später wurde die Leiche von einem weiteren Friedhofsbesucher entdeckt. Gegen 17:20 Uhr stürmte der Mann geschockt in das Büro des Bestatters auf dem Gelände. „Daraufhin haben wir sofort gesagt, wir müssen die Rettung verständigen“, schilderte Bestatter Arthur Altbart im Gespräch mit der Krone.
In weiterer Folge wurden die Einsatzkräfte alarmiert.
„Völlig emotionslos“
Die mutmaßliche Täterin konnte noch im Nahbereich des Tatorts von der Polizei festgenommen werden. Das Mädchen lebt offenbar in einer betreuten Wohneinrichtung in der Nähe des Friedhofs.
Bestatter Altbart beschreibt den Eindruck, den die Jugendliche hinterließ: „Die Jugendliche wirkte völlig emotionslos.” Reue habe sie keine gezeigt. „Sie hat seelenruhig nach einer Zigarette gefragt.“
Die Ermittlungen dauern an. Ein psychiatrisches Gutachten soll klären, in welchem Zustand sich die 14-Jährige zum Tatzeitpunkt befand.
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