Neue Statistik: Fast jeder zweite Muslim unter 40 ist Islamist und Judenhasser
Der von drei Bundesministerien geförderte Forschungsverbund MOTRA hat einen Bericht zum Radikalisierungsgeschehen in Deutschland veröffentlicht. Besonders erschreckend: die Radikalisierung des muslimischen Milieus in Gestalt der jungen Altersgruppe. Es neigt – offen und verdeckt – immer stärker zum politischen Islam und zum Antisemitismus.
MOTRA (steht für „Monitoringsystem und Transferplattform Radikalisierung“ und erforscht das Radikalisierungsgeschehen seit 2019) hat vor wenigen Tagen einen Bericht unter anderem über die Verbreitung extremismusaffiner Einstellungen, Protestmobilisierung, Antisemitismus, politisch motivierte Kriminalität, Rechtsextremismus und „Muslimfeindlichkeit“ veröffentlicht. Der Monitor 2024/2025 umfasst 595 Seiten und offenbart Bedenkliches, insbesondere über Radikalisierung unter den mindestens 5,6 Millionen Muslimen in Deutschland.
Während die Gesamtbevölkerung Deutschlands ein Durchschnittsalter von 44 Jahren hat, liegt der Durchschnitt unter Muslimen bei nur 32 Jahren. Das heißt in absoluten Zahlen: Etwa 2,5 bis 3,5 Millionen Muslime im Land sind zwischen 18 und 40 Jahre alt. Vor allem eine Feststellung des Berichts ist deswegen alarmierend: Gerade die Jüngeren unter den Muslimen sind anfällig für Islamismus und Judenfeindlichkeit.
Zunehmende Ablehnung der westlichen Lebensweise
Manifeste islamistische Einstellungen sind bei den unter 40-jährigen Muslimen mit 11,5 Prozent am stärksten verbreitet. Bei ihnen hat es seit 2021 zudem die höchsten Anstiege der Rate latent islamismusaffiner Einstellungen gegeben. Diese beläuft sich 2025 bei unter 40-Jährigen auf 33,6 Prozent. Insgesamt sind im Jahr 2025 damit 45,1 Prozent der jüngeren Altersgruppe der in Deutschland lebenden Muslime offene oder verdeckte Islamisten und Judenfeinde.
Der beispiellose Hamas-Terroranschlag vom 7. Oktober 2023 und der anschließende Gaza-Krieg sowie die deutsche Debatte darüber haben die Radikalisierungsdynamiken zweifellos befeuert. Was bedeutet „islamismusaffin“? Laut des Berichts sind solche Einstellungen gekennzeichnet von der Bereitschaft, religiöse Regeln des Islam zur Grundlage der politischen Verfasstheit des Staates zu machen, von der generalisierten Abwertung nicht islamischer Religionen und Gesellschaften und von der pauschal übersteigerten Aufwertung des Islam.
2025 hielten 23.8 Prozent, also fast ein Viertel, einen islamischen Gottesstaat für die beste Staatsform. Vor diesem Hintergrund sind die offenen Rufe nach einem Kalifat auf den Pro-Hamas-Demonstrationen zu verstehen. Dass die Regeln des Korans wichtiger als die Gesetze in Deutschland seien, bejahte 2025 ein volles Viertel (25,1 Prozent).
Judenfeindlichkeit nimmt zu
„Haltungen im Sinne einer pauschalen Abwertung der Moral westlicher Gesellschaften oder der christlichen Religion“, so heißt es im MOTRA-Bericht, „sind unter den muslimischen Befragten recht weit verbreitet“. So stimmen 27,7 Prozent der Aussage zu, dass christliche Religionen nicht in der Lage seien, die Moral zu sichern, und 44,8 Prozent halten die Sexualmoral westlicher Gesellschaften für völlig verkommen.
Während die Altersgruppe ab 60 am wenigsten radikale Ansichten vertritt, weisen junge Muslime unter 40 Jahren seit einigen Jahren generell die höchsten Raten manifester islamismusaffiner und judenfeindlicher Einstellungen auf. Mit 29,1 Prozent weisen sie aktuell die höchste Rate mit manifest (!) antisemitischen Einstellungen auf. Hier sind auch die stärksten Anstiege zu verzeichnen.
Die Gesamtrate derer, die manifest (11,5 Prozent) oder latent (33,6 Prozent) islamismusaffine Einstellungen aufweisen, liegt bei den unter 40-jährigen Muslimen bei knapp unter der Hälfte (45,1 Prozent). Besorgniserregend ist auch die Zunahme antisemitischer Einstellungen (Zustimmung zu den Aussagen „Juden haben in Deutschland zu viel Einfluss“ und „Juden kann man nicht trauen“). Zwar haben sich antisemitische Vorurteile infolge des 7. Oktober in allen Bevölkerungsgruppen verbreitet, doch ist der Anteil unter den jüngeren Muslimen signifikant.
„Einer von vier. Das ist nicht lustig“
Der niederländische Schriftsteller Leon de Winter kommentierte diese fatale Entwicklung in einem Kommentar in der Welt mit der gebotenen Besorgnis:
„Die direkten und indirekten Hasser zusammen machen inzwischen 14,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland aus. Das ist einer von sieben. Auf der Straße, in der Bahn, im Kaufhaus des Westens, im Café. (…)
Als ahnungsloser Spaziergänger in deutschen Städten mit vielen Muslimen begegne ich also ganz schön vielen Judenhassern: Einer von vier. Das ist nicht lustig … 45,1 Prozent der Muslime in dieser Altersgruppe [18-39 Jahre, Anm. d. Red.] sind offene oder verdeckte Islamisten. Das bedeutet, dass ich ein bisschen aufpassen muss bei jedem islamischen Duo, denn die Hälfte davon ist ein Judenhasser.“
Die Studie bestätigt die These vom (zusätzlich) importierten Antisemitismus, der sich unter anderem auf den aggressiven und teils gewalttätigen Kundgebungen radikaler Muslime auf deutschen Straßen besonders seit 2023 manifestiert.
Dieser Beitrag ist ursprünglich bei unserem Partner-Portal NiUS erschienen.
Kommentare