Neue Tabakregeln: Warum viele Automatenshops zusperren müssen
Nikotinbeutel und E-Zigaretten dürfen ab April nicht mehr frei verkauft werden. Für viele Automatenshops ist das ein schwerer Schlag.
Für viele Automatenshops in Österreich wird es jetzt ernst. Ab 1. April greifen neue Regeln für den Verkauf von Nikotinprodukten. Was bisher oft rund um die Uhr erhältlich war, verschwindet damit aus vielen Geschäften.
Der Grund ist eine Verschärfung des Tabakgesetzes. Nikotinbeutel und E-Liquids werden künftig wie klassische Zigaretten behandelt. Der Verkauf ist damit nur noch über das Tabakmonopol erlaubt, also vor allem in Trafiken und wenigen lizenzierten Spezialshops.
Für viele Automatenshops ist das ein schwerer Schlag. Gerade diese Produkte brachten oft einen großen Teil des Umsatzes. Fällt diese Einnahmequelle weg, steht für zahlreiche Betreiber die wirtschaftliche Grundlage auf dem Spiel.
Viele Betreiber vor dem Aus
Besonders hart trifft es jene Läden, die auf den unkomplizierten Verkauf von Nikotinprodukten spezialisiert waren. Viele von ihnen hatten 24 Stunden geöffnet und lebten genau von diesem Geschäftsmodell. Jetzt drohen Schließungen.
Laut Oe24 müssen auch Betreiber in Wien ihre Shops zusperren. Trotz Protesten und geplanter Sammelklage fehlt ohne Nikotinprodukte plötzlich das wirtschaftliche Fundament.
Jugendschutz als Hauptgrund
Hinter der Gesetzesverschärfung steht vor allem der Jugendschutz. Der Konsum von E-Zigaretten bei Jugendlichen ist stark gestiegen. Rund 28 Prozent der 15-Jährigen greifen bereits zu E-Zigaretten. Dazu kommt, dass Nikotinbeutel teils einen höheren Nikotingehalt haben können als klassische Zigaretten.
Die neuen Regeln sollen diesen Trend bremsen. Für viele Unternehmer kommt die Maßnahme dennoch einem harten Einschnitt gleich.
Große Aufregung vor dem Start
Während die Regierung Gesundheit und Jugendschutz stärken will, wächst bei den Betroffenen die Unsicherheit. Für viele Automatenshops geht es jetzt um nicht weniger als die Existenz.
Ab April ist damit Schluss mit dem lockeren Verkauf. Und für zahlreiche Shops könnte es überhaupt bald ganz vorbei sein.
Kommentare