Der Unternehmensberater Gerald Zmuegg ist neuer Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien. Ihn seiner Funktion nimmt sich gleich Großes vor. Im exxpress-Studio erklärte er, wie es dazu kam: ein Anruf an einem Sonntag, am Montag die Vorstandssitzung, dann die Entscheidung. „Es war sehr überraschend”, so Zmuegg. Angetreten sei er, weil er den Wiener Wirtschaftsstandort und die bestehende Interessensvertretung kenne und überzeugt sei, „dass es sehr gut ist, wenn es ein bisschen mehr Druck gibt”. Sein Vorteil aus eigener Sicht: Er will in der Politik nichts werden – und kann deshalb unbequem sein.

Hier ein paar Varianten im exxpress-Format (Beschreibung + Quelle in Großbuchstaben — Quelle musst du noch einsetzen): Gerald Zmuegg, neuer Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien, fordert im exxpress-Studio ein Ende der „Verquickung
Hier ein paar Varianten im exxpress-Format (Beschreibung + Quelle in Großbuchstaben — Quelle musst du noch einsetzen): Gerald Zmuegg, neuer Präsident der Freiheitlichen Wirtschaft Wien, fordert im exxpress-Studio ein Ende der „Verquickung" von Wirtschaftskammer und Stadtregierung.

„Die Wirtschaftskammer darf nicht als Immobilienkonzern wahrgenommen werden"

Sein Reformziel ist klar umrissen: Er will die Mehrheit des Wirtschaftsbundes brechen, die Kammerumlagen senken und das Vermögen der Kammer im Sinne der Mitglieder verwalten lassen. Besonders die Immobiliengeschäfte sind ihm ein Dorn im Auge – Schloss Hernstein, die Verschiebung von Vermögen in eine GmbH, der Deal um das Gewerbehaus. „Ich denke, dass es nicht sehr klug ist, in einer Zeit von einer schrumpfenden Wirtschaft Fixkosten aufzubauen”, sagt Zmuegg. Bei einer Wahlbeteiligung von nur 25 Prozent bei der letzten Kammerwahl sei das Desinteresse der Betriebe kein Wunder. Persönliche Kritik an Präsident Walter Ruck sei das aber nicht: Verantwortlich seien Präsidiumsbeschlüsse, „wo alle Fraktionen mitgestimmt haben”.

„Ein Drittel der Insolvenzen war eine Folge der Corona-Politik"

Brisant wird es, als das Gespräch auf Corona kommt – auf die Frage, welche Nachwirkungen die damaligen Hilfen bis heute haben. Zmueggs Antwort: Viele Betriebe machten zwar wieder Gewinn, schleppten aber einen Schuldenberg aus der Lockdown-Zeit mit, weil im besten Fall 70 Prozent der Verluste ersetzt worden seien. „Ein Drittel der Insolvenzen war eine unmittelbare oder mittelbare Folge der Corona-Politik”, so der neue FW-Präsident. Warum die Pleitewelle bis heute nachzieht, warum Wien Spitzenreiter bleibt und was er jungen Gründern wirklich rät – das erfahren Sie im ganzen Interview hier:

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