Neuer Tiefpunkt für die BBC: Fake News am Holocaust-Gedenktag
Die BBC steht in der Kritik, weil sie am Holocaust-Gedenktag in mehreren Sendungen zentrale historische Fakten unterschlagen hat. In Beiträgen auf Radio 4, im BBC Breakfast und auf dem BBC News Channel wurde von den „sechs Millionen Ermordeten durch das NS-Regime“ sowie „sechs Millionen überwiegend jüdischer Ermordeten“ gesprochen. Allerdings hätte es korrekt heißen müssen: „sechs Millionen jüdischer Ermordeten“.
Besonders brisant: Es handelte sich nicht um einen einzelnen Versprecher, sondern um eine identische Formulierung, die über den gesamten Tag hinweg in mehreren Programmen ausgespielt wurde, schreibt The Jerusalem Post. Kritiker sehen darin weniger einen Zufall als vielmehr ein alarmierendes Versäumnis eines Senders mit weltweitem Anspruch.
BBC entschuldigt sich öffentlich
Die BBC hat inzwischen auf ihrer offiziellen Korrekturseite eingeräumt, dass in mehreren Sendungen falsch formuliert wurde. Dort heißt es, man habe teils von „sechs Millionen Menschen“ oder von „sechs Millionen überwiegend jüdischen Menschen“ gesprochen, die vom NS-Regime ermordet worden seien. Diese Wortwahl sei unzutreffend gewesen, dafür entschuldige man sich.
Erst nach öffentlicher Kritik reagierte die BBC und entschuldigte sich. Warum ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag die jüdischen Opfer nicht klar benannt wurden, ließ der Sender bislang unbeantwortet.
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