Besonders bei aggressiven Formen der Erkrankung lebt die Angst oft jahrelang mit. Selbst nach erfolgreicher Therapie bleibt das Risiko bestehen, dass der Krebs zurückkehrt. Genau hier setzt der Wirkstoff Abemaciclib an – und sorgt nun für Aufsehen in der Medizin.

Eine große internationale Studie mit mehr als 5.600 Teilnehmerinnen zeigt: Wird das Medikament zusätzlich zur Standard-Hormontherapie eingesetzt, sinkt das Risiko für neue Tumore deutlich. Auch gefährliche Metastasen treten seltener auf. Diese Ergebnisse veröffentlichte die New England Journal of Medicine.

Überlebensrate deutlich höher

Auch langfristig zeigt sich ein Vorteil. Selbst Jahre nach der Behandlung ist die Überlebensrate höher als bei herkömmlicher Therapie allein. Experten sprechen von einem echten Fortschritt – dem ersten dieser Art seit rund zwei Jahrzehnten.

Das Medikament richtet sich vor allem an Frauen mit hormonabhängigem Brustkrebs und erhöhtem Rückfallrisiko. Ganz ohne Nebenwirkungen ist die Therapie allerdings nicht. Häufig kommt es zu Verdauungsproblemen, die aber meist gut behandelbar sind. Nur wenige Patientinnen brechen die Behandlung ab.