Neun Tote bei Protesten am US-Konsulat in Pakistan
Nach Berichten über die Tötung des iranischen Oberhaupts Ali Chamenei eskaliert die Lage in Pakistan. Demonstranten versuchen, das US-Konsulat in Karatschi zu stürmen, wobei mehrere Menschen sterben.
Vor dem US-Konsulat in Karatschi kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Einsatzkräften.GETTYIMAGES/NurPhoto
In der pakistanischen Millionenstadt Karatschi kam es zu schweren Ausschreitungen: Hunderte Demonstranten versuchten, das US-Konsulat zu stürmen. Dabei kamen nach Angaben des Zivilkrankenhauses in Karatschi neun Menschen ums Leben, mehr als 25 weitere wurden verletzt. Auslöser der Proteste waren Berichte über den Tod des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei.
Zusammenstöße vor dem Konsulat
Nach der Tötung des iranischen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei kam es in Karatschi zu massiven Protesten. Hunderte Demonstranten versuchten demnach, das US-Konsulat zu stürmen.
Aufnahmen im Internet zeigen, wie Demonstranten und Einsatzkräfte vor dem Gebäude aneinandergeraten. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Menschenmenge zu zerstreuen. Das Zivilkrankenhaus in Karatschi sprach von neun Toten. Die Zahl der Opfer könnte jedoch noch steigen. Mehr als 25 Menschen, die bei den Zusammenstößen verletzt wurden, werden behandelt. Augenzeugen berichteten von Schüssen. Videoaufnahmen zeigten zudem brennende Fahrzeuge vor dem Haupttor des Konsulats.
Ein Sprecher der örtlichen Regierung erklärte, die Demonstranten seien zurückgedrängt worden. Die Situation sei unter Kontrolle.
Proteste auch in anderen Städten
Nicht nur in Karatschi kam es zu Protesten, auch in anderen Teilen Pakistans gingen Menschen auf die Straße.
In der nördlichen Stadt Skardu setzten Demonstranten laut einem lokalen Regierungssprecher ein Bürogebäude der Vereinten Nationen in Brand. In Lahore versammelten sich Hunderte Demonstranten vor dem US-Konsulat. Berichte über Gewalt gab es dort nicht. In der Hauptstadt Islamabad sperrten die Behörden vorsorglich alle Zufahrtsstraßen zur sogenannten Roten Zone. In diesem gesicherten Bereich befinden sich ausländische Botschaften und der Regierungssitz.
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