Jetzt wird es ernst für alle, die Nikotinprodukte konsumieren: Ab April zieht der Staat die Zügel deutlich an. Was bisher oft frei verfügbar war, wird streng reglementiert – vom Verkaufsort bis zum Preis. Nikotinbeutel und E-Liquids werden künftig wie klassische Zigaretten behandelt. Für Konsumenten bedeutet das weniger Auswahl, höhere Kosten und deutlich mehr Hürden beim Kauf.

Verkauf eingeschränkt – Online-Kauf fällt weg

Die größte Umstellung betrifft den Vertrieb: Nikotinbeutel sind ab sofort nur noch in Trafiken erhältlich. Auch E-Liquids sind nicht mehr frei erhältlich, sondern ausschließlich in Trafiken und lizenzierten Dampfershops. Besonders bitter für viele: Der Online-Handel wird komplett gestrichen. Einfach bestellen und liefern lassen – das ist vorbei. Damit will die Regierung den bisher teils unkontrollierten Verkauf unterbinden.

Auch die Werbung wird massiv eingeschränkt. Für Nikotinprodukte gelten nun die gleichen strengen Regeln wie für klassische Zigaretten. Damit folgt Österreich internationalen Empfehlungen.

Preise steigen – neue Steuer trifft Konsumenten

Für viele Konsumenten wird es jetzt teuer: Auf Nikotinbeutel und E-Liquids wird erstmals Tabaksteuer erhoben. Die Höhe der Abgaben richtet sich dabei nach dem Volumen der E-Liquids bzw. dem Gewicht der Nikotinbeutel.

Das wird sich im Preis bemerkbar machen. Für den Staat hingegen klingeln die Kassen: Bis 2029 sollen dadurch zusätzlich rund 500 Millionen Euro eingenommen werden.

Beliebte Einweg-Vapes vor dem Aus

Ein weiterer Einschnitt betrifft die oft bunten Einweg-E-Zigaretten mit süßen Geschmacksrichtungen wie Mango oder Cola. Sie stehen besonders im Fokus, auch wegen ihrer Verbreitung unter Jugendlichen: Laut Studien nutzen 28 Prozent der 15-Jährigen regelmäßig E-Zigaretten.

Schon jetzt gilt: Der Verkauf ist nur noch über Trafiken und lizenzierte Shops erlaubt. Doch das Ende ist bereits fixiert: Mit Ende 2026 werden Einweg-Nikotinprodukte komplett verboten sein.

Neben dem Jugendschutz wird auch der Umweltschutz als Grund genannt. Die Geräte enthalten fest verbaute Lithium-Batterien und verursachen Entsorgungsprobleme.