Bei exxpress live diskutierten der frühere ÖVP-Abgeordnete und Unternehmensberater Martin Engelberg und Autor Werner Reichel das neue Preispaket der Regierung. Ihr Befund fällt deutlich aus: Die Maßnahmen folgen weniger ökonomischer Logik als politischem Kalkül.

Planwirtschaft als politisches Tauschgeschäft

Engelberg spricht von einem stillen Deal zwischen ÖVP und SPÖ: Die Sozialdemokraten bekommen planwirtschaftliche Eingriffe bei Preisen, Steuern und Kontrolle – im Gegenzug darf die ÖVP bei Migration und Sicherheit einen härteren Kurs fahren. Wirtschaftlich sinnvoll sei das nicht. Die Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel bringe kaum spürbare Entlastung, dafür neue Überwachung, neue Regeln und mehr staatliche Eingriffe.

Inflation gewollt – Bürger entmündigt

Werner Reichel geht noch weiter: Inflation sei kein Unfall, sondern politisch einkalkuliert. Sie entwerte Schulden, verschaffe dem Staat kurzfristig Luft – koste aber Kaufkraft und Vertrauen. Statt echter Reformen entstehe ein System, das Bürger immer stärker bevormundet. Wer Preise, Märkte und Konsum politisch steuert, mache Menschen abhängig vom Staat – und zerstöre langfristig Wachstum und Eigenverantwortung.

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