Öffentliche Auspeitschung in Indonesien: Härteste Strafe seit Jahren
Ein Bild, das fassungslos macht: Rattanstock statt Rechtsstaat. In Aceh gab es eine öffentliche Prügelstrafe – eine der härtesten seit Einführung der Scharia-Gesetze 2001.
Brutale Szenen in Indonesien: In der abgelegenen Region Aceh, die als einziger Teil Indonesiens unter Scharia-Recht steht, wurden eine Frau und ihr Liebhaber am 29. Jänner 2026 öffentlich ausgepeitscht – 140 Hiebe pro Person.
Die Strafe wurde mit einem Rattanstock vollzogen. Begründung: Sex außerhalb der Ehe und Alkoholkonsum. Konkret habe das Paar 100 Schläge für vorehelichen Sex erhalten und zusätzlich 40 für Alkohol, der in Aceh verboten ist.
Die Frau soll die Prügel nicht durchgestanden haben: Sie habe geweint und sei zusammengebrochen. Anschließend hätten Beamte sie, laut New York Post, auf einer Trage zu einer nahen Ambulanz gebracht.
Brutale Strafen
Die beiden waren demnach nicht die einzigen, die an diesem Tag bestraft wurden: Insgesamt seien sechs Personen auf einem öffentlichen Platz zusammengezogen worden. Unter ihnen auch ein Scharia-Polizist und seine Partnerin – sie wurden beschuldigt, sich in einem privaten Ort „zu nahe“ gewesen zu sein, und erhielten je 23 Hiebe. Ein Verantwortlicher sagte dazu: „Wie versprochen machen wir keine Ausnahmen, besonders nicht für unsere eigenen Mitglieder. Das beschmutzt unseren Namen.“
Brutale öffentliche Auspeitschungen seien in Aceh weiterhin ein gängiges Mittel, um Verstöße gegen den islamischen Verhaltenskodex zu bestrafen.
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