Österreicher auf Kreuzfahrt eingeschlossen – Rakete schlägt neben Schiff ein
Die militärische Eskalation im Nahen Osten trifft nun auch den internationalen Tourismus mit voller Wucht. Während das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 4“ im Hafen Port Zayed in Abu Dhabi lag, schlug Berichten zufolge nur wenige hundert Meter entfernt eine Rakete ins Wasser ein. Hintergrund sollen iranische Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Region sein.
Die Crew forderte alle Gäste auf, sich umgehend im Bordtheater zu versammeln. Seither herrscht Ungewissheit. Ob und wann das Schiff den Hafen sicher verlassen kann, ist derzeit offen. Auch mögliche Schäden oder Verletzte sind bislang nicht bestätigt.
„Unsere Leben sind akut in Gefahr“
Unter den Passagieren befinden sich nach Informationen von oe24 auch österreichische Staatsbürger. In einem verzweifelten E-Mail wandten sich vier Betroffene aus Abu Dhabi an Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Sie berichten von laufenden Drohnen- und Raketenangriffen sowie einem Einschlag in nur rund 300 Metern Entfernung. „Unsere Leben sind akut in Gefahr“, heißt es in dem Schreiben. Seit 48 Stunden versuche man vergeblich, Hilfe zu erhalten.
Der frühere Politiker Peter Westenthaler steht nach eigenen Angaben in Kontakt mit einer betroffenen Familie. Diese fühle sich im Stich gelassen. Vom Außenministerium hieß es hingegen, der Krisenstab sei erneut zusammengetreten, man stehe mit registrierten Österreichern in Kontakt. Aufgrund zahlreicher Neuregistrierungen könne es jedoch zu Verzögerungen kommen. Priorität hätten derzeit medizinische Notfälle.
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